the murder of crows

Die große Halle des Hamburger Bahnhofs ist derzeit leer geräumt - keine Kieferschinken und keine Merziglus. Tabula Rasa nach dem Ende des gigantischen "Kult des Künstlers" Spektakel und der Amtszeit von Peter-Klaus Schuster. Direktor Udo Kittelmann fängt neu an und räumt dazu eben mal die alten Bilder ins Depot und verhängt den Durchblick mit einem Samtvorhang. In das Zentrum der Halle stellt er die neue Installation THE MURDER OF CROWS von Janet Cardiff und Georges Bures Miller, ein Auftragswerk für die Thyssen-Bornemisza Art Contemporary und präsentiert im Rahmen der Märzmusik. Über 98 Lautsprecher wird ein vierteiliges Stück aus Traumsequenzen, Chorgesängen und orchestraler Musik in den Raum geschallt. Perfekt installiert, wenn auch recht pathetisch und leider kitschig abgeschlossen mit einem Popsong, ist das ein akustisch komplexes Erlebnis und eine der seltenen Gelegenheiten das alte Bahnhofsgebäude mal pur zu sehen.
Leider muss man sich zur Installation am Zahnarzttresen mit dem mies gelaunten Ticketpersonal vorbei kämpfen, aber das lohnt sich.
Foto: Roman März © Courtesy the artists, Galerie Barbara Weiss, Berlin, Luhring Augustine, New York


1 Kommentare:
das erinnert mich daran, dass ich schon sehr sehr sehr lange mal wieder in den hamburger bahnhof gehen wollte. wusste nichtmal, dass udo kittelmann jetzt das ruder übernommen hat. mein letzter stand war, dass er in frankfurt am mmk aufgehört hatte. da kann man mal sehen. kunsthistoriker im ruhestand :(
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