Thursday, May 7, 2009

inspiration





Der Fall des Faltenwurfes ist seit Aby Warburgs Ninfa und ihrem "bewegtem Beiwerk" in der Kunstgeschichte oft beschrieben worden. Gucci bedient sich dieses zentralen kunsthistorischen Motivs erneut (wie hier, aber nicht so schön) - die schöne Gleichgültigkeit der antiken Göttin Flora, deren Affekt nur mehr im Gewand und ihm Haar zu sehen ist.
Da freut sich mein Kunsthistoriker-Herz.

5 Kommentare:

Lynn and Horst said...

meins auch

Sarah said...

Ich mag das Bild auch sehr gern, möchte allerdings einen kleinen Irrtum aufdecken: Auf dem hier abgebildeten Gemälde von Botticelli ist nicht Flora dargestellt. Die Dame in der Mitte ist Venus, rechts davon reicht ihr eine der Horen (wahrscheinlich Thallo, Göttin des Frühlings) einen Mantel und links sieht man den Westwind Zephir mit Aura in seinen Armen. Auf Wikipedia nachzulesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Geburt_der_Venus

Mary said...

danke, aber weder sagt mein (kurzer) text, dass auf dem gezeigten bild die flora zu sehen wäre, noch ist die botticelli interpretation so einfach und klar, wie wikipedia es hier darstellen will. vielmehr sind die antiken mythen sich da auch nicht einig. denn thallo, als hore (göttinnen der stunde) steht für den frühling, aber flora als göttin der blüte ebenso. zephyr könnte außerdem auch genauso gut chloris, die ja dann wieder zu flora wird bzw. ja eh das griechische pendant zu flora ist, in den armen halten. auch nicht einig sind die schreiber der mythen sich, ob die venus von einer der horen oder von flora in empfang genommen wird.
und genau deshalb schrieb ich nicht, dass da flora steht, weil das ja für dieses posting weder wichtig noch richtig ist.

eulen said...

ich wusste nicht, dass da ein kunsthistorikerinnen-herz schlägt... das freut mich :-) und ja, herrliche gewänder, alle beide.

Sarah said...

Okay, dann habe ich dein posting wohl falsch verstanden. Wikipedia ist eben keine wirklich verlässliche Quelle.

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