Monday, September 7, 2009

the internet is for free



Vor einem Jahr hat die mittlerweile schon wieder eingestellte Zeitschrift "Young" des Burda Verlags NEUN meiner Stil in Berlin Bilder für eine siebenseitige Story verwendet. Ohne Erlaubnis. Ohne Credit. Ohne Honorar. In mehreren Telefonaten wurde ich erst gefragt, wie ich das denn bitte mitbekommen hätte. Dann wurde mir gesagt, man hätte ja versucht, mich zu erreichen. Und zur Rechnung verlangten sie eine eidesstattliche Erklärung. Meine Honorarforderung orientierte sich im übrigen an meinen üblichen Preisen, die auch andere Verlage wie Condé Nast, Jahreszeiten oder der Bauer Verlag zahlen und an den üblichen Honorartabellen der MFM und der VG Bild. Plus dem üblichen 100 % Aufschlag für den fehlenden Credit.
Daraufhin kontaktierte mich der geschäftsführende Redakteur und bat mich, auf den Aufschlag zu verzichten, man wolle ja auch in Zukunft gern mit mir zusammen arbeiten. Ich lehnte das ab, denn bisher verwendete man meine Bilder ja auch lieber ungefragt, als mit mir zusammen zu arbeiten, und ein konkretes Projekt hatte er auch nicht in der Tasche. Der Burda Verlag überwies dann den halben Rechnungsbetrag, es sei das Honorar, das man auch Profifotografen zahle, der Aufschlag sei eingerechnet.



Mahnungen halfen nicht, Anwaltsbriefe wurden spät damit beantwortet, dass ich den Rest einklagen müsste. Später klärte der Chefredakteur, den ich durch Zufall bei der Fashion Week kennen lernte, mich darüber auf, dass eine Bildredakteurin - meinetwegen - nun arbeitslos sei.
Also reichte ich Klage ein. In der letzten Woche war die Verhandlung, zu der ein Anwalt aus München nach Berlin gereist kam, um mich und meine Argumentation klein zu reden. Am 12.10. wird das Urteil verkündet.

Die Summe, die ich noch einfordere, ist nicht sonderlich hoch. Geklagt habe ich natürlich, weil für mich eine kleine Summe trotzdem ziemlich viel Geld ist. Und weil ich im Recht bin: weil es nicht sein kann, dass ein Verlag, der derzeit wie kaum ein anderer darauf pocht, dass das Internet kein Umsonst-Laden ist, sich dann dort einfach bedient, wissend, dass sie im Unrecht sind.


Update, 13.10.2009: Gute Nachrichten

141 comments:

SpiegelEule said...

herb!!!

ich wünsch dir alles gute und hoffe du hast das nötige durchhaltevermögen. ich denke, dass thema hier anzusprechen ist eine gute entscheidung. sowas ist echt krass dreist. und ja, keiner hätte es bemerkt - fast.

wieso hat die dame im verlag denn ihre stelle verloen? war sie die entscheidende bei der wahl deiner bilder?
nun würde mich mal interessieren, wieviel prozent der verwendeten bilder in printausgaben auf gleichem weg "erstanden" wurden.

Mary said...

die bildredakteurin war eben genau die verantwortliche für die strecke, wie entscheidend sie war, kann ich natürlich nicht beantworten..
ja, das durchhaltevermögen ist ein punkt, in jedem fall... aber das urteil kommt ja bald.

OUTFITPOST said...

Viel Glück, äh, Recht!

Leila said...

Viel Glück. Ist ja scheinbar bei und für Burda normal. Klauverein.

Mary said...

Hast du da etwa ähnliche Erfahrungen?

Leila said...

Nein, ich beobachte nur.

shamblebaby said...

ohje,viel glück und vor allem durchhaltevermögen!
kenne das,wenn man sich mit verlagen rumschlagen muss,mühsam ist das!

fkids said...

Das ist ja sowas von unverschämt! Du solltest am besten noch Schadensersatz für blöde Zeitvergeudung einklagen. Ich drück die Daumen!

Fenke said...

was für eine unverschämte dreistigkeit!
ich wünsche dir auf jeden fall viel erfolg bei dem gerichtsverfahren. und das eine bildredakteurin deswegen gefeuert wurde, nun ja... vll war sie nicht die einzig verantwortliche, aber das ist doch der job einer bildredakteurin: sich um die rechtmässige veröffentlichung der bilder zu kümmern, oder?

brini said...

Richtig so! Das ist wirklich eine Unverschämtheit und peinlich noch dazu. Drücke dir die Daumen für die Urteilsverkündung.

Lisa said...

oh mann, ich hatte gehofft, das thema hätte sich schön längst für dich geklärt - halt durch, zeig denen wo der hammer hängt und get that money!

uebermuedet said...

Mach sie kalt und danach veröffentliche das hier damit wir auch was zum Lachen haben .. Ich kann diesen gespaltene Zunge Mist der Verleger nicht mehr hören. Toi Toi Toi

viela said...

Unglaublich! Drücke alle verfügbaren Daumen und Hut ab!!!

Anonymous said...

ha! das is ja unfassbar!! alles recht der welt dir.

Andrea said...

Ganz schön dreist von Burda!

Anonymous said...

Freut mich sehr, dass Du die Klage durchziehst. Ich drücke beide Daumen.

Anonymous said...

ich wünsche dir viel Glück und alles gute.
Was du machst ist genau das richtige, sowas darf einfach nicht zur Regel werden.

Anonymous said...

Jo, fein so. Das Printgeschäft darf kein rechtsfreier Raum sein.
Nur schade das die Redakteurin gefeuert wird, ein gter Chef würde da einfach mal den Arsch hinhalte n, so würde es sich gehören! Aber mei, vielleicht haben sie so die Stelle abgebaut oder billiger besetzt.

Anonymous said...

Echt kackdreist! Erst beklauen sie Dich, und wenn sie dann erwischt werden, dann wird sich nicht angemessen geschämt und einfach gezahlt, nein, dann wird noch das Geschachere angefangen! Und das mit dem Hinweis auf "zukünftige Zusammenarbeit"? Ha! Unfassbar...
Ich hoffe sehr, dass Du Recht bekommst.

Anonymous said...

Kaum zu ertragen diese moralsauren Kommentare. Und als nächstes ladet ihr euch irgendein MP3 runter. Klar, Burda soll für die Urberrechtsverletzung zahlen, auch wenn wir alle wissen dass geltendes Urheberrecht faktisch überholt ist. Aber Euer Gelaber von "Klau" ist so peinlich, dass es von der Musikindustrie kommen könnte.

Anonymous said...

Burda macht sich doch selbst lächerlich mit der Aktion. Wenn es nicht zu einem Riesen-PR Gau kommen soll (siehe JAKO) würde ich an Burdas Stelle mich schnell entschuldigen, und zwar mit GELD! Was interessiert es Mary, wenn die verantwortliche Bildredakteurin gefeuert wurde (die wahrscheinlich noch nichtmal was dafür konnte)? Das bringt ihr doch auch nichts.

Mary said...

das geltende urheberrecht sehe auch ich, die sich mp3s nur von itunes runterlädt, als überholt an - weshalb alle stil in berlin bilder eindeutig mit einer creative commons lizens versehen sind, die deren veröffentlichung mit credit in nicht-kommerziellen Medien erlaubt. auf diese situation lässt sich das aber nicht übertragen - die zeitschrift ist kommerziell und hat zudem noch den credit links liegen lassen - wissentlich. selbst wenn das urheberrecht überholt wird, wäre doch dieser fall immer noch nicht legitim.

natürlich aber kommt so ein kommentar anonym. schade.

bianca said...

ich drück dir die daumen. wenn viele so handeln wie du, ändert sich hoffentlich auf dauer etwas ...

Anonymous said...

Die Offline-Welt darf kein rechtsfreier Raum sein!

Paule said...

Was auch immer mit der Bildredakteurin geschehen ist, zunächst war es nur ein Versuch mit einem miesen Trick den Preis herunter zu handeln.
Wer (regelmäßig?) zu gewerblichen Zwecken Urheberrechtsverletzungen begeht, dem sollte man nicht all zu viel Glauben schenken. Dem sollte man auch nichts nachsehen.

Mary said...

zur kündigung der bildredakteurin - dafür kann ich nichts. der chefredakteur sah das anders. im übrigen ist der rest der redaktion auch nicht mehr beschäftigt, die zeitschrift wurde ja eingestellt. das zumindest sagte der anwalt letzte woche.

Anonymous said...

Liegt bestimmt nur an deiner dreisten überzogenen Forderung. :)

lokalreporter said...
This post has been removed by the author.
lokalreporter said...

PR a la burda oder - gehts noch?
der 12.10. ist übrigens mein geburtstag, also ein guter tag. du wirst selbstverständlich recht bekommen, das wäre ja noch schöner..

Anonymous said...

Die Namen der handelnden Personen zu nennen ist allerdings auch nicht so nett.

Anonymous said...

Überrascht mich überhaupt nicht bei denen. Mary, ich wünsche dir weiterhin ganz starke Nerven - lass dich bloß nicht unterkriegen. Du bist kein Einzelfall!

Mary said...

Wieso kommen denn solche Kommentare immer nur anonym? Das ist ja zum Haare raufen! ich habe hier nur die Namen der Chefs genannt, die Bildredakteurin und andere bleiben absichtlich ungenannt.

Das meine Forderung dreist und überzogen sind behauptet auch der Burda Verlag - allerdings ist die Forderung nicht höher als das Honorar das mir andere Verlage zahlen und außerdem an den üblichen Tabellen orientiert.
Das die gezahlte Summe eben genau meiner Forderung, abzüglich dem 100% Aufschlag, entspricht, ist sicher nur Zufall....

Lucy in the Sky said...

Ich wünsche Dir, dass du recht bekommst - die Gerichtsurteile wenns um Internet geht fallen ja leider häufig etwas seltsam aus. Peinliche Nummer von Burda - vor allem dir wegen dieser Redakteurin noch ein schlechtes Gewissen machen zu wollen, nachdem Herumfeilschen nichts gebracht hat.
viele Grüße! Lucy

Daniel Große said...

Es geht ja hier auch nicht nur um Dein Honorar. Hat Burda die Models um Erlaubnis gefagt? Vielleicht wollen die ja gar nicht in einem Heft eines solch diebischen Verlages erscheinen? Vielleicht haben die ja Verträge, die genau das verbieten? Völlig richtige Vorgehensweise von Dir. Wünsche viel Glück.

Anonymous said...

Das ist doch wohlwissentlich von Burda geschehen nach dem Motto: so ne kleine Fotografin merkts vielleicht gar nicht.. Ich kenne das von meiner Arbeit, man soll am besten noch voller Erfurcht dankbar sein, in dieser tollen Zeitung Bilder veröffentlichen zu können. Nur leben kann ein Fotograf davon auch nicht! Ich drück dir die Daumen!

barbara said...

Absolute Frechheit. Keine Nachsicht mit dem Verlag, und keine schlechtes Gewissen wegen der Redakteurin. Alles Gute!

José said...

Auch von mir viel Glück, Erfolg und Durchhaltevermögen!

Die Redakteurin wird doch nicht deswegen ihren Job verloren haben, sondern deswegen, weil die Zeitschrift eingestellt wurde...

Dan said...

wie absolut unverschämt! es ist gut, dass du drangeblieben bist und dich nicht hast einschüchtern oder unter druck setzen lassen. ich drück dir für die urteilsverkündung die daumen und hoffe, dass du zu deinem recht kommst!

Niels Heidenreich said...

Da kommt einem ja die Galle hoch!

Viel Erfolg bei der Verhandlung. Eigentlich sollte man erwarten, dass das Recht mit Dir ist. Allerdings würde mich angesichts der Horrorstories der letzten Jahre auch nicht überraschen, wenn Burda damit ungeschoren durchkommt.

*ExtremKopfschüttel*

Jean said...

Wünsche Dir viel Glück. Dass Du Recht bekommst, ist ein Muss. Denn bei Burda sitzen anscheinend Leute mit Betonköpfen: Anstatt mit Geschachere anzufangen und einen Anwalt loszuschicken, wäre eine Kiste Wein und ein Entschuldigungsschreiben fällig gewesen. Und natürlich, dass die Rechnung umgehend beglichen wird. Ich verstehe dieses Getue von Burda nicht, vor allem, wenn man sich selbst über Google und alle anderen bösen Inhaltsdiebe dieser Welt beschwert.

Und was die Bildredakteurin anbelangt: Das ist ja die Frechheit, dass man Dir jetzt noch ein schlechtes Gewissen machen will, obwohl entweder die Redakteurin selbst einen Fehler gemacht hat (wo die Kündigung auch nicht die richtige Antwort wäre, wenn es nur ein Mal vorkam) oder obwohl ganz offen das Motto ausgegeben wurde, wir produzieren das Heft so billig wie möglich und sparen an den Kosten für die Bilderlizenzen.

Hoffentlich ist Burdas Unterstützung für andere Blogs (ich nenne da mal keine Namen) nicht nur von der Idee getragen, so einige Redakteure einzusparen, weil die Blogger die ganze redaktionelle Arbeit übernehmen??

Viel Erfolg! Das ist jedenfalls ein mutiger und guter Schritt, den Fall öffentlich zu machen.

Frank said...

Mary, wir sind mit dir!

Anja said...

Tja, nun haben sie den Salat...

Anonymous said...

ich finde nicht, dass es ein mutiger und guter schritt, den fall öffentlich zu machen.

alle professionellen photographen klagen, wenn ihre rechte verletzt werden.

und die summe, die man einklagt, sollte eigentlich nicht niedrig sein!

kcu said...

Entsprechend der oben gemachten Darstellung deinerseits möchte ich hinzufügen:

Ich will hoffen, dass du vor Gericht Recht bekommst. Es kann nicht sein, dass großer Verlag sich von irgendwo Fotos stibitzt und nachdem die Sache aufgeflogen ist auch noch den Preis diktiert. Die Bildredakteurin wird deshalb wohl zurecht arbeitslos geworden sein. Man hätte in der Ausbildung nicht beim Thema Lizenzen und Urheberrecht fehlen sollen.

Die Aussage, dass man ja versucht habe jemanden zu erreichen ist ja schön und gut. Die Schlussfolgerung, dass man sie sich dann trotzdem nimmt, die ist einfach nur dreist.

Ich will doch ganz stark hoffen, dass das Gericht das genauso sieht.

Mary said...

lieber anonym (schon wieder...)

die summe ist nicht per se niedrig - sie ist angemessen. sie entspricht den üblichen vergütungen. niedrig ist die summe angesichts des aufwands, den burda betreibt, sie nicht zahlen zu müssen. das war mein punkt.

längst nicht alle fotografen klagen, wenn ihre rechte verletzt werden - weil die verlage eben doch meist am längeren hebel sitzen, mehr geld und mehr ausdauer haben. so eine klage ist ja eben auch nicht umsonst.

kcu said...

Ich muss mich berichtigen... Die Schlussfolgerung, dass man sie sich dann trotzdem nimmt, zeigt eigentlich nur dass man die Schutzrechtsverletzung vorsätzlich in Kauf genommen hat.

Carsten said...

Hi, ich kann auch nur hoffen, daß Du Recht bekommst. Leider habe ich vor deutschen Gerichten schon ganz anderes erlebt.
Mir sind dieses Jahr auch gleich 12 Bilder auf einmal 'entwendet' worden. Den Verletzeraufschlag hat der Richter damit abgelehnt, daß die Prozesskosten Strafe genug wären... Von den erhaltenen Schadensersatz in Lizenzanalogie strich mein Anwalt 80% ein, der Rest war gerade mal halb so viel, als wenn ich die Bilder regulär verkauft hätte... finde ich irgendwie eine traurige Entscheidung.

Anonymous said...

hallo zusammen. das ist ja für alle betroffenen parteien blöde gelaufen - sowohl für mary als auch den verlag. trotzdem denke ich, dass es "überzogen" ist, anzunehmen, dass insbesondere material von blogs geklaut wird. leider hat sich im internet diese "alles ist gratis" tendenz generell entwickelt, egal, ob bilder, musik, filme, wasauchimmer. schuld daran sind die nutzer selbst, die oft ja nicht bereit sind, etwas geld in die hand zu nehmen und für gute sachen nun mal zu zahlen. oft wir des ja auch als "kavaliersdelikt" gesehen, das eine oder andere mp3 stück runterzuladen, und so ist es mit fotos auch. dass damit einer ganzen industrie wesentlich geschadet wird, sieht man dann nicht als schlimm.

abgesehen von dem ärger ist es aber doch auch positiv, wenn hier die arbeit von mary von einem verlag, der ja nicht erst seit gestern besteht, anerkannt wird. die art, wie es passiert ist, geht natuerlich so nicht.

fürchte trotzdem, dass es dem standing von bloggern in der medienwelt nicht unbedingt gut tut, wenn schlechte stimmung gegen traditionelle medienunternehmen gemacht wird. und da das thema sehr emotional belegt ist, kochen die gemüter schnell hoch. das entschuldigt natürlich in keiner weise eine urheberrechtsverletzung und man hätte das bestimmt auch anders lösen können. eben, indem man sich an einen tisch setzt. emails, briefe oder telefonate sind da nicht so gute instrumente, und anwälte können eine solche situation auch noch einmal ganz schnell zum kochen bringen. nichts für ungut. bin auf das urteil gespannt.

supernorbert said...

Sich erst bedienen ohne zu fragen und dann, wenn man erwischt wird den Preis selbst bestimmen zu wollen ist schon frech.

Ich hab auch auf meinem Blog darüber berichtet.
http://zwonullblog.blogspot.com/2009/09/burda-bedient-sich.html

Anonymous said...

Von Anonymous zu Anonymous. Soweit ich das oben richtig lesen konnte hat Mary bereits Fotos an Verlage verkauft. Ich glaube also kaum, dass Sie die Fotos nur mach um sich über reine Anerkennung zu freuen. Der Musiker dessen Musik im Internet geklaut wird freut sich bestimmt auch nicht darüber, dass die Musik denjenigen, die sie gestohlen haben, gefällt.

Zu geklauten Werken im Internet, also von Nutzerseite möchte ich dagegenhalten, dass es ganz so extrem wie zu kurz nach 2000 nicht mehr ist. Die Zeiten der Musikbörsen sind vorbei und Zahlen aus den USA belegen, dass auch Jugendliche für eine zeitgemäße Angebote (wie z.B. Flatrates oder iTunes und Konsorten) zahlen. Der Produzentenseite kann man auch nicht gerade zugute halten, dass Sie sich an die neuen Möglichkeiten und Gegebenheiten rasch angepasst hätte. Ich bin sehr gespannt was die all2gether Konferenz und das Camp in Berlin dazu beisteuern können.

:::fräulein herz said...

Liebe Mary,

ich ziehe den Hut vor Deiner Beharrlichkeit und dem Mut, auch vor Gericht gegen ein großes Unternehmen für Dein Recht zu kämpfen. Nicht wenige hätten sich aufgrund der Angst vor dem damit zusammenhängenden Aufwand dagegen entschieden.

Viel Kraft, weiter so - alles Gute für die Verhandlung!

Marcel said...

Obwohl wir durch Glam und damit auch zum Teil durch Burda vermarktet werden, wünsche ich dir dennoch viel Erfolg bei der Verhandlung, weil es kann wirklich nicht sein, dass große Zeitschriften deine Fotos verwenden und dann nicht einmal dafür blechen wollen. Und dann nicht einmal einsichtig sind - das geht einfach nicht.

Peter Glaser said...

Du machst ganz genau das Richtige.

Peter

[bastian.] said...

Was fuer eine Sauerei. Viel Glueck bzw. wichtiger viel Erfolg beim Prozess.

pell said...

Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Vorhaben und du hast meinen aufrechten Daumen dafür.

maikitten said...

Ich drück dir auf jeden Fall fest die Daumen für den 12.10.!
Wat mut, dat mut :)

COÛTE QUE COÛTE said...

vor gericht wird ja bekanntlich recht gesprochen,
nicht zwingend gerechtigkeit. in diesem fall jedoch
kann ich nur ein GO MARY, GO MARY aussprechen!

selten so etwas unverschämtes gehört/gelesen!
und selber nicht ganz so grausames erlebt.

aktuell kopieren mich mindestens zwei blogs in
absolut unverschämter weise!

CQC COPY
hat in den letzten fünf Wochen über 200(!) Posts
eins-zu-eins von COÛTE QUE COÛTE übernommen!
Ohne Quellenangabe, mit gleichem Titel und allen
Texten. Copy&Paste par excellence!

Den Höhepunkt der Unverschämtheit habe ich
heute entdeckt: CQC COPY2
Dieses Beispiel zeigt’s noch deutlicher und hier
wurde sogar das eigens kreierte Template
geklaut.

Ich werde noch völlig wahnsinnig!!!

COÛTE QUE COÛTE said...

auf CQC COPY und CQC COPY2 oben kann man klicken. ;)

Anonymous said...

Ich finde es trotzdem nicht nett, dass man Namen im Internet veröffentlicht. Chefs sind auch nur Menschen mit Persönlichkeitsrechten ;-) Auch wenn sie Dein Recht offensichtlich mit Füßen getreten haben.

Anonymous said...

@cqc: hast du die copycats schon abgemahnt? egal, was am 12.10. rauskommt - die sache hat eines auf jeden fall gebracht: das thema wird diskutiert und verstärkt öffentlich gemacht, das ist wichtig. und mary und ihren blog kennt sicher auch bald jeder ;), und sogar solche, die ihn wahrscheinlich sonst nicht gelesen hätten (anwälte, richter,... das ein urteil wird ja bestimmt auch oft nachgeschlagen werden).

COÛTE QUE COÛTE said...

[at] anonymous

ja, abgemahnt schon, aber getan hat sich bisher noch nicht wirklich was.
die person hinter dem ersten link hat immerhin jetzt die letzten beiden posts mit einem »via« versehen, aber da sind ja noch 200 andere...

das andere blog wurde auch angeschrieben, da warte ich noch auf reaktion. fine copy2 noch viel schlimmer, weil da vor allem meine eigene kreativität schlecht kopiert wurde.

es ist schlimm!

Anonymous said...

ich glaube ein großes problem bei dieser thematik ist auch, dass die begrifflichkeiten vielfach einfach falsch oder unterschiedlich ausgelegt werden.
in deinem fall ist das weglassen des credit ganz klar ein verstß gegen die von dir erwähnte creative commons lizenz. was allerdings die "kommerzielle" nutzung der bilder angeht, so sind viele menschen in zeitschriftenredaktionen der auffassung, dass das was sie tun "redaktionell" und nicht "kommerziell" ist. kommerziell wäre dann werbung etc.

hier muss viel aufklärung bei allen handelnden parteien passieren, so dass die begriffe, die in neuen lizenzmodellen etc. verwendet werden auch absolut klar sind.
(siehe z.b. auch "lizenzfreies" bildmateriel (royalty free)auch hier waren viele leute aufgrund der zugegebenermassen sehr missverständlichen bezeichnung oft der ansicht, das material wäre kostenfrei etc.)

parisoffice / modepilot said...

Mary, Du handelst völlig richtig, denn gerade Burda hat ja eine Lanze für das Online-Urheberrecht gebrochen und wer Lizenzgebühren von Google haben will, sollte erstmal auch selbst für Online-Inhalte zahlen. Young gibt es definitiv nicht mehr und bis auf zwei Redakteure wurde die Redaktion aufgelöst.
Was jedoch Carsten da erzählt, klingt leider gar nicht gut. Und deswegen kann ich Dir nur Glück für die Verhandlung wünschen. Ich denke und hoffe, dass mit der augenblicklichen Debatte auch um das Online-Manifest sich klarere Regeln im Online durchsetzen werden. Das Netz professionalisiert sich, wie schon Anonym oben bei den Musikbörsen schreibt.

A.B. said...

Hmm...ohne Erlaubnis??
Frage mich wie die dann an die druckfähigen Daten gekommen sind?

Irgend etwas MUSS da ja vorab passiert sein.

Und wenn es auch der allgemeinen Stimmung hier entgegensteht: Jeder der in einer Redaktion gearbeitet hat, weiss wie schnell so etwas passieren kann. Es wurden ja auch schon bezahlte Fotolia Bilder mit Wasserzeichen gedruckt..

Zu unterstellen, das es sich hierbei um ein Burda Geschäftsmodell handelt ist doch wohl vollkommen abstrus. Hier hat einfach eine gestresste Bildredakteurin nicht aufgepasst.
Die Tatsache, das diese Dame entlassen wurde zeigt ja wohl deutlich, das so etwas bei Burda nicht auf die leichte Schulter genommen wird.

Ich glaube übrigens nicht, das Sie sich - und allen Photographen - mit ihrer Klage einen Gefallen tun. Burda hatte ja wohl angeboten den üblichen Satz zu zahlen, Sie möchten aber das Doppelte weil -- die Creditline fehlte.

Burda hat, wie viele andere Verlage auch - genau aufgrund solcher Sperenzchen und eines unausrottbaren Anspruchsdenkens massive Probleme.

Klar: Auf dem großen Burda Konzern rumzuhacken macht natürlich Spaß. Nur was liebe Freunde, wenn es diesen und ander Lieblingsfeinde wie Axel Springer, Bauer und Conde Nast irgendwann einmal nicht mehr geben sollte???

Anita said...

Vor Gericht und auf hoher See ist man allein in Gottes Hand!
Und mehr Geld zu verlangen als ueblich ist voellig gerechtfertigt. Strafe musz sein!
Sonst sagen sie sich:
Hey, wir zahlen keinem mehr was, wenn wir erwischt werden, ist es nicht teurer als haetten wir bezahlt, wenn wir nicht erwischt werden - lucky us!

Mary said...

@A.B. dje bilder wurden in der größe gedruckt, die man auf der website bekommen kann, 1050px höhe

einen 100% aufschlag zu fordern, weil die creditlinie fehlt ist völlig legitim, von zig gerichten anerkannt. burda hatte zudem nicht angeboten den üblichen satz zu zahlen, sondern sie zahlten weit weniger.

Mary said...

die namen der betroffenen habe ich nun entfernt, ich will ja keine karrieren verbauen... und das diese, die seit dem einstellen der zeitschrift nicht mehr bei burda sind, jetzt nichts mehr mit dem fall zu tun haben, ist mir auch klar. sorry for that.

Niels Heidenreich said...

Bei dem Anonymous vom SEPTEMBER 8, 2009 2:33 PM kommt mir gleich noch einmal die Galle hoch. Die darin vertretene Argumentation paraphrasiere ich mal so:

»Ach Ihr kleinen Internet-Blödiane, jetzt regt Euch doch nicht mal auf: ihr habt Euch doch auch die ganze Zeit die Musik und Videos geklaut, also ist es ja wohl nur gerecht, wenn ein großer Verlag mal eben die Fotos von einem deutlich unbekannteren Blog klaut und damit Profit macht.«

Was ist das denn bitte für eine kranke Sichtweise? Wer so denkt, hat in meinen Augen jeglichen Realitätsbezug verloren. Zum einen ist die pauschale Piraterie-Vorverurteilung ziemlich anmaßend, zweitens – mal ganz abgesehen von der »Schuld«-Frage – wo ist denn da die Verhältnismäßigkeit? Gigantische Medienkonzerne mit Tausenden Mitarbeitern und Milliardenbudgets und eigenen Rechtsabteilungen auf der einen Seite (im Extremfall), und Einzelpersonen mit geringem bis keinem Kapital auf der anderen.

SpiegelEule said...

Lieber A.B.
darf man davon ausgehen, dass A.B. für "ALLES BURDA" steht?

also ich kann nur den kopf schütteln über die hier getätigten Äußerungen von A.B.
"Burda hat, wie viele andere Verlage auch - genau aufgrund solcher Sperenzchen und eines unausrottbaren Anspruchsdenkens massive Probleme." Ist doch wohl kein Grund solche Praktiken anzuwenden - egal wie "gestresst" man ist. Und dann noch im weiteren Verlauf solch ein Verhalten an den Tag zu legen - jemanden für dumm verkaufen ...ähh, für luppe kaufen zu wollen. Ich finde diese offensichtliche herablassende Art gegenüber einer "Bloggerin" einfach daneben.
Wenn Burda mit der Verwaltung seiner Bildquellen überfordert sei, oder sich den legitimierten Erwerb solcher Fotos nicht leisten kann, ist dieser Verlag vielleicht fehl am Platz in einer zukunftsorientierten Welt der Medien.

SpiegelEule said...

p.s.: es ist ja im gegenzug auch bekannt, dass blogger, die bildrechte bei verwendung auf ihrer nicht-kommerziellen(!!!) seite verletzen, mit abmahnungen konfrontiert werden.

wie dehnbar wird das recht, wenn es um machtpositionen geht?

Matthias said...

Der Vorwurf, du wärst schuld am Rauswurf der Bildredakteurin, ist doch lächerlich. Der Rechtsverstoß hat auch ohne dein Pochen auf Recht bestanden und eigentlich sollte ein Chefredakteur froh sein, wenn Rechteinhaber sich melden und so klar wird, dass der eigene Mitarbeiter nicht mehr tragbar ist.

Und dann zu allem Überfluss auch noch zu wenig Geld zu überweisen, ist doch einfach nur dreist.

In diesem Sinne wünsch ich dir viel Erfolg beim Prozess!

Anonymous said...

@SpiegelEule A.B. steht bestimmt für Aenne Burda ... sie ist zwar nicht mehr unter uns ... sie hat aber zu uns gesprochen ...

A.B. said...

@spiegeleule:
Ich muss doch sehr bitten!
A.B. steht für „Ausgewiesener Berufstrottel“ , „Alter Besserwisser“ bzw. „Abgefahrener Bumskopf“
ausdrücklich aber nicht für „Alles Burda“.
Dies nur zur Klarstellung!

Vielleicht, ja aber auch nur vielleicht besteht tatsächlich die Möglichkeit, das ein Verlag wie Burda der trotz der Krise vielen, vielen Redakteuren und Fotografen Arbeit verschafft und monatlich hunderte von Zeitschriften herausbringt, allein aufgrund der Tatsache, dass eine Bildredakteurin einen Fehler begangen hat, in einer zukunftsorientierten Medienwelt keinen Platz mehr hat. Vielleicht.

Ganz bestimmt aber – und dies ohne jeglichen Zweifel – besteht keinerlei Möglichkeit dafür, dass jemand der behauptet, das in einer ernsthaften Redaktion eines großen Verlages darauf abgestellt wird vorsätzlich illegal Material zu nutzen um damit evtl. Geld zu sparen – auch nur den geringsten Hauch eines Schimmers von der täglichen Arbeit einer Redaktion und damit vom eigentlichen Geschäft hat. Sie sind 23 Jahre alt und haben noch nie in einer Bildredaktion gearbeitet.
Woher wollen Sie also wissen, wie es dort oftmals unter Termindruck zugeht und wie viele hunderte von Bildern betreut werden müssen??

Mit diesem Vorfall Burda als Unternehmen in Verbindung zu bringen ist auf alle Fälle ein ganz klein wenig unprofessionell und erinnert schon stark an die Krabbelgruppen Chats und Blogs (ja ich weiss, ich mache auch gerade mit…)

Höchst richtiger Weise schreiben Sie das auch Blogger mit Abmahnungen bei Verletzung der Bildrechte überzogen werden. Und wer ist hierfür verantwortlich? Ist das etwa Burda?
Oder sind es irgendwelche Photographen die ihre Chance auf Profit wittern, weil jemand einen sog. „Rechtsverstoß“ begangen hat?

Genau diese Praktiken führen aber zum Untergang von Redaktionen, wobei dann auch die externen ein bisschen Wasser schlucken.

@mary:
quote: die namen der betroffenen habe ich nun entfernt, ich will ja keine karrieren verbauen... und das diese, die seit dem einstellen der zeitschrift nicht mehr bei burda sind, jetzt nichts mehr mit dem fall zu tun haben, ist mir auch klar. sorry for that.

Liebe Frau Scherpe, schon mal darüber nachgedacht, das evtl. die Möglichkeit besteht, dass Sie sich mit ihrem Verhalten und diesem thread selber die Karriere verbauen??
Oder denken Sie vielleicht die vielen Kommentare wie: „Ja, richtig! Zeigs den Bonzen! “ sie irgendwie weiterbringen werden?

Lesen Sie doch einmal aufmerksam den Beitrag von Carsten am Anfang.
Fakt ist: Sie haben bereits verloren, als Sie sich nicht auf die gütliche Einigung eingelassen haben.
Es wird einen Vergleich geben und ihr Anwalt wird von Ihnen eine Vergleichsgebühr kassieren.
Ihnen wird weniger als das angebotene Honorar bleiben und ihr Ruf ist im Eimer.

Obendrein: Jetzt treten Sie das auch noch breit. Schöner Erfolg: Ihr Beitrag ist auf turi2 gelandet.
Jetzt lesen ca. 20.000 Entscheider (Sie ahnen es längst: Ich bin auch einer von diesen bösen!!) was Sie so veranstalten. Als erstes sucht man dann die Adresse (überlegen Sie mal wofür wohl: Kleiner Tipp: Es ist nicht um Sie zu buchen..) Und das geht ganz schnell, hier ist sie:
Mary Scherpe
Borsigstraße 2X
10115 Berlin
Tel: 151 2329XXXX

Warum haben Sie diesen Vorfall nicht als Anlass genommen mit Burda ins Geschäft zu kommen??
So schlecht sind ihre Arbeiten doch gar nicht. Anstatt dessen veranstalten Sie so einen Zauber.

Ich bin mir gerade unsicher ob das wirklich langfristig so schlau war. Aber bestimmt wissen Sie bzw. die Kommentatoren das hier besser.
In diesem Sinne: Viel Glück!

SpiegelEule said...

krass!!!
immerwieder das gleiche! sobald wenn schmutz aus dem hause burda zum diskussionsinhalt wird, werden düstre aussichten ausgeprochen, gar drohungen , die karriere hineingezogen und persönlich addressierte mummenschanz-techniken praktiziert. wie krankist es, mary mit dem verweis auf ihre persönlichen kontakdaten den mund verbieten zu wollen!
schließlich arbeitet sie regelmäßig in der branche und gibt selbstverständlich ihren kontakt an. und dass sie in der branche aufträge hat, hat seine guten gründe. ich denke daran werden auch diese gespenstergeschichten nichts ändern.

Неппу Rubyпšteyп said...

[...] ein Verlag wie Burda der trotz der Krise vielen, vielen Redakteuren und Fotografen Arbeit verschafft und monatlich hunderte von Zeitschriften herausbringt, allein aufgrund der Tatsache, dass eine Bildredakteurin einen Fehler begangen hat, in einer zukunftsorientierten Medienwelt keinen Platz mehr hat. [...] viele Redakteure, viele Fotografen... viele Zeitschriften? dann können sie auch bezahlen und aus Fehlern lernen. Diese Verweigerung, einfach als Haus Burda, gegenüber einer Bloggerin, das ist doch schäbig- ebenso wie die emotionale Bedrückung mit A.B.'s Kommeentaren undd dem Hinweis auf die entlassene Redakteurin.

Anonymous said...

Zum Kommentar von A.B.:

Ich finde es höchst fraglich, der Autorin des Blogs nahezulegen, sie hätte klein beigegebn müssen um sich hier im Bezug auf ihre eigene Zukunft nicht den Weg zu verbauen. Entschuldigung, aber das ist von vorne bis hinten Angst- und Panikmache und entspricht nicht im Geringsten der Realität, was da argumentiert wird.

Zum einen entspricht es schlicht nicht der Tatsache, dass alle so denken wie der Autor jenes Kommentares, zum anderen war es insbesondere in der aktuellen Polemik zum Thema Rechte an Inhalten absolut notwendig, damit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Jene Leser die sich auskennen wissen sowieso, dass es hierbei nicht um DAS Unternehmen Burda im Ganzen geht - und für die anderen wird es kaum wichtig sein.

Also Mary, Kopf hoch. Im Übrigen gibt es genug Entscheider da draußen, die das anders sehen!

Anonymous said...

Wünsche RECHT, nicht GLÜCK.
Denn das Geld steht dir zu!

panos said...

viel glück.

Flo said...

Ich drück dir auch die Daumen! (Aber *hm* wie ist denn das mit den Bildern von der Zeitung, kann man da nicht auch Ärger bekommen, wenn man die ohne Erlaubnis einstellt?)

L. Philipp said...

@AB Warum soll sie klein beigeben? - Burda hätte ihr nie einen Vertrag angeboten - höchstens einen einmaligen kleinen Auftrag.
Nein, nein die Redakteure und Verlagsleiter müssen lernen, dass die Verwertung fremder Bilder, Texte etc. honoriert werden müssen. Dass sie seit Urzeiten versuchen, sich darum zu drücken, weiss ich vom Umgang mit der Regionalredaktion einer grossen westdeutschen Tageszeitung.

nicoletter said...

Wow, ich bewundere Dich für Dein Rückgrat und den Mumm das durchzuziehen. Ist nicht einfach sowas. Ich arbeite als Freiberufler und mußte auch schon öfter mein Geld durch den Anwalt einforden. Nicht spaßig sowas und im Grunde total unnötig, wenn manchen Menschen in freien Wirtschaft nicht so wahnsinnig unverschämt wären. Sowas macht mich immer wieder fassungslos. Ich wünsche Dir alles Gute für den 12.10. und einen fairen Richter.
Liebe Grüße, Nicola

Matthias said...

@A.B.: Pervers und armselig. Von Größe zeugt das nicht.
Dafür haben Sie sich eine Backpfeife verdient.

Judith said...

Was ich darüber denke steht hier:
http://tiny.cc/22XgU

eva.ricarda said...

gut, dass du dich dazu entschieden hast, klage einzureichen, denn: das hier wird kein einzelfall bleiben und ich wette, das viele bloggerInnen, die sich zu einem späteren zeitpunkt mit einer solchen situation konfrontiert sehen, dir und deiner erfahrung sehr dankbar sein werden. es lohnt sich, den mund aufzumachen und wenn nichts mehr hilft (wie wohl hier vorliegend) auch den rechtsweg zu beschreiten.
scheiße ist, wen es trifft, dass du also zum beispiel diejenige sein muss, die diesen präzedenzfall durchfechtet.
und nicht besonders gut für einen verlag, der sich doch so anstrengt, möglichst internetfreundlich zu sein, da ist ja denn auch mal geld zu holen. zukunftsmedium und jetztmedium. und es ist eine furchtbare frechheit und ich wünsche dir alles erdenklich gute in bezug auf das urteil.

Christian said...

Viel Erflog am 12.10. und lass dir keine Angst machen. Mit solchen unqualifizierten Kommentaren schneiden sie sich ins eigene Fleisch und da hängen dann ein paar mehr Karrieren dran. Absolut unnötig...kurz und schmerzlos einen Fehler eingesehen, den angemessenen Betrag beglichen und die Sache ist vergessen...einfach nur schäbig von diesem Verein, der auch schon bessere Ideen bzgl. der kommerziellen Nutzung des Internet hatte.

camilla said...

ich drück dir die daumen mary! und wenn ich überlege was wir immer für die bildrechte zahlen müssen kannste gerne noch ein bissl draufpacken! ;)

Anonymous said...

A.B.s, ich nenn's mal: väterlicher Drohbrief, ist schon reichlich unverschämt und zeigt viel mittelmäßige Denke, die in den Medienhäusern nach wie vor dominiert. In der Krise kommt auch viel Wahrheit zutage.

Anonymous said...

Sauber mach sie fertig die Wixer!

Sascha said...

Ich bin über das heise-Forum hierdrauf gestoßen und bin ehrlich gesagt entsetzt über diese Dreistigkeit.

Wenn wir (=Internetbenutzer/Blogger) deren(=Verlage/Musik- und Filmindustrie) Lizenzen akzeptieren müssen, dann haben die gefälligst auch unsere Lizenzen zu akzeptieren (in deinem Fall die CC).

Auch von mir viel Glück für diesen Prozess (auch wenn ich mich nicht für Mode interessiere ;-) ).

Anonymous said...

Dann alles Gute! Wir hoffen alle, das du zu deinem Geld kommst. Sowas dreistes gibt es aber leider viel zu oft.

Jérôme said...

Schön wäre es von einem Versehen sprechen zu können. Leider ist es jedoch ganz offensichtlich keines.
Denn zumindest sehe ich es so, dass man Dich in Kenntnis hätte setzen müssen und den Credit auf jeden Fall hätte angeben sollen. Da die Zeitschrift obendrein zu einer eingetragenen Firma gehörte und Umsatz verzeichnete, hättest Du auch auf jeden Fall ein Honorar erhalten sollen.

Mary, ich setze einen Link zu Deinem Beitrag bei DMB auf Facebook. Bitte halte uns auch dort auf dem Laufenden.

Nun aber erstmal "Toi, toi, toi!"

@Roberto: Ich hoffe, Du hast Screenshots gemacht. Sofort Anwalt einschalten!!! Lass das nicht mit Deinem Magazin-Blog machen!

Anonymous said...

Auf Twitter macht es schon die Runde und man kann ja auch mal schauen, welche Produkte es beim Verlagshaus Burda zu kaufen gibt, um sich dann als mündiger Verbraucher im Verzicht zu üben.

brooke said...

*Entscheider* aha, Es sind sich also hier Entscheider, also VERANTWORTLICHE, zu fein, sich zum schämen in die Ecke zu stellen und einfach mal rechtmäßig zu handeln. Statt dessen wird wieder mehr Druck aufgebaut. Wissen sie, sie *Entscheider*: im Moment mag das Machtverhältnis so sein wie sie es sehen, aber irgendwie ist es schon komisch dass eine Zeitung die von Kreativität leben will, sich zu fein ist die Sache legal zu regeln und als *ANWÄLTIN* habe ich da auch schon so meine Erfahrung. Sie finden es doch auch nicht ok, dass jemand ihre Zeitung lesen will ohne dafür zu bezahlen. Wieso immer mit zweierlei mass messen?

Sie mahnen zur Zurückhlatung weil man nicht gebucht würde wenn man den Mund aufmacht: Vielleicht werden jetzt einige *Entscheider* die Schwierigkeiten mit jemand haben, der in seinen Rechten verletzt worden ist und dass nicht hinnehmen mag, Mary nicht buchen.
Aber wer im rechtlich einwandfreien Bereich arbeiten will hat weder die Zeit sich mit so einer kleinen Angelegenheit zu beschäftigen, und jemand der ein anständiger (und erfolgreicher) Mensch ist (jawohl die gibt es auch)wird sich daran nicht stören.
Ich hab dieses Gepose 1000X gehört. Es ist wenig orignell. Es ist peinlich. UND es ist von gestern (genau dieselben Argumente haben sich unsere Urgroßmütter in Sachen Wahlrecht anhören müssen GENAU DIESELBEN)
Daher also viel Spass am Wahltag und

schön dass du, Mary, den Mut hast dass durchzuziehen. Davon profitieren ALLE Kreativen, denn so gerne die Entscheider auch was ohne uns Kreativköpfe erreichen wollen. ES GEHT HALT NICHT, Oder? lieber Entscheider?

Anonymous said...

@ A.B. Entschuldigung, aber Ihre Kommentare sind einfach erbärmlich. Dann auch noch mit der Adresse der Bloggerin hausieren zu gehen. Kann man ja fast auf die Idee kommen, die gefeuerte Redakteurin muss ihren Frust loswerden?

Fakt ist: Redaktionen von Jugendzeitschriften zahlen für eine solche Strecke sagen wir mal im Schnitt 500 Euro. Mit 100% Aufschlag wäre man dann also bei 1000 Euro. Jeder kann Fehler machen, auch Bildredakteuere, keine Frage.

Wenn man allerdings einen Fehler begeht könnte man sich einfach entschuldigen, die 500 Euro berechtigten Aufschlag bezahlen und alle wären glücklich.
Ist in jedem Fall günstiger als einen hochdotierten Anwalt zu schicken und auf eine fürs Image nicht unbedingt fördliche gerichtliche Auseinandersetzung zu pochen.

Hinzu kommt, dass es eben kein User ist, der sich im Netz illegal ein Musikstück runterlädt. Dieser Verlag verdient mit seinen Magazinen Geld, gibt Menschen Arbeit, die von ihren Jobs leben können, von der Bildredakteurin zum Chefredakteur.

Also sollte man auch den Fotografen, die mit ihren Bildern zum Entstehen der Magazine beitragen, eben das selbe zugestehen: dass sie davon leben können! (Mit 500 Euro kann man zumindest mal seine Kranken- Renten- und eventuell noch seine Berufsunfähigkeitsversicherung einen Monat lang bezahlen; alles Dinge um die sich ein festangestellter Bildredakteur keinen Kopf machen muss!)

Etwas mehr Fairness, das eingestehen eines Fehlers und alles wäre gut gewesen!

meistermochi said...

recht so! meinen support hast du!

Chineast said...

Auch aus China viel Erfolg!!

Daarin said...

Also ganz ehrlich, ich glaube (ohne es irgendwie besser zu wissen) an die Fehlertheorie. Was den Abdruck ohne vorherige Anfrage angeht. Wie einfach kann sowas (aus Laiensicht) passieren. Man sitzt in der Redaktion an der Arbeit, weiß "da wollen wir dieses und dieses Bild einbauen", ruft an um sich die Rechte zu sichern und keiner geht ran. Dann legt man sich einen Zettel auf den Schreibtisch "Wegen Bildern Mary nochmals anrufen" und der wird nun leider runter geweht und landet doof.

Wie gesagt dieser Part erschließt sich mir. Was die fehlenden Credits angeht hätte ich auch noch eine Theorie parat, die in Verknüpfung mit der fehlenden Lizenz arbeitet und darauf hinaus läuft, dass man sich vielleicht absprechen wollte was da jetzt genau drauf soll. Wie gesagt, Laiensicht, ich bin Informatiker und habe mit Medienproduktion nur am Rand zu tun.

Ab diesem Punkt wird es aber etwas komisch. Zuallererst einmal könnte dem Verlagshaus der Fehler ja auch selbst auffallen, aber da muss man wohl auch nicht unbedingt von ausgehen. Aber dann, wenn es dem Urheber selbst auffällt, und darauf hinweist, erst einmal keine andere Frage zu haben wie man denn da drauf gekommen ist, ist schon eine Frechheit an sich. Das liest sich für mich so als würde man erst einmal fischen gehen, ob nicht auf der anderen Seite eine Verletzung vorliegt die man zum eigenen Vorteil verwenden kann. Sich dann noch um die Hälfte des Regelhonorars drücken zu wollen unter dem Vorwand auch weiterhin vielleicht unter Umständen mit dem Urheber arbeiten zu wollen ist dann schon sehr dreist. Von einigen Leuten im Internet werden ja gerne diese Urheberrechtsverletzer <-> Ladendieb Vergleiche gebracht. Ich mag die nicht, aber hier ist dann doch einer der sich mir aufgedrängt hat: "Hi Leute. Dass ihr mich erwischt habt ist blöd gelaufen. Zu eurer Vertragsstrafe, die zahle ich nur zur Hälfte. Es könnte schließlich sein, dass ich weiter bei euch kaufe."

Zu dem was A.B. geschrieben hat würde mich dann doch interessieren, ob die Blogbetreiberin einen Auftragsrückgang verzeichnen kann.

Daarin

Anonymous said...

"NEUN meiner Stil in Berlin Bilder"

Wer seine Umwelt mit solchen Sätzen nervt, wird eben leichter für ein Opfer gehalten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Agovis

Inter Leiwand MF said...

@ A. B.: We got your adress, too. We won't publish it. Because we got balls.

Spike2050 said...

Als Tipp
Wenn du Bildunterschriften machst mit der Ansage welche deiner Bilder auf dieser Seite dort gerippt wurden sind wir gleich viel empörter. Ansonsten sagen uns die uninspiriert in die Kamera gehaltenen Zeitschriften erstmal gar nichts.

Anonymous said...

Kopf hoch und Hut ab, Mary!
Vielleicht hilft es Dir (und vielen Deiner Kollegen, sowie anderen Urhebern auch) wenn Du von dieser Dreistigkeit auch einmal:
http://www.freelens.com berichtest.
Dieser Verband klagt, im Verbund mit anderen Verbänden, meines Wissens nach gerade an mehren Stellen gegen Urheberrechtsverletzungen seitens einiger Verlage!

Anonymous said...

Siehe hier:
http://www.freelens.com/recht

Anonymous said...

Bevor hier weiter über Gut und Böse, David gegen Goliath, den Sinn des Lebens und des Bloggens usw. sinniert wird, wäre es doch einfach am geschicktesten gewesen eines zu tun: Das Urteil ABZUWARTEN.

Wenn das Urteil eine eindeutige Sprache spricht (Richter sind im Normalfall wirklich immer bemüht, ein dem Fall entsprechend passendes Urteil zu fällen...auch wenn die Ausführungen der *ANWÄLTIN* weiter oben die Berufsgruppe der Juristen nicht gerade für äusserst qualifiziert erachten lässt, aber es gibt tatsächlich solche, die ihren Beruf auch ernst nehmen und leben...), dann kann man es ja noch immer publizieren und entsprechend kommentieren.

Klar ist, dass das Vorgehen des Verlages Frau Scherpe geärgert hat. Verständlicherweise, nach Darlegung Ihrer Sicht der Dinge.

Klar ist aber auch, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt, und eine Stellungnahme der zweiten Seite steht noch aus.

Deshalb meine Rede: Urteil abwarten, bevor hier bewußt schlechte Stimmung gemacht wird, unqualifizierte Kommentare wie "Sauber mach sie fertig die Wixer" abgegeben werden (@Mary: soetwas sollten Sie auch zu Ihrem Schutz auf Ihrem Blog nicht zulassen). Es sind sicher alle gespannt (insbesondere die vielen Top-Juristen unter den Kommentatoren), wie es ausgeht, und es macht viel mehr Sinn, ein Resultat, und einen fertigen Fall zu präsentieren, als über ungelegte Eier zu diskutieren. Ich bin jedenfalls gespannt :).

Leila said...

@ Spiegeleule.

Deswegen auch mein Kommentar am Anfang.
Mir ist zugezwitschert worden, wie sich manche Dinge nach dem Schuhskandal damals verhalten haben und ich sehe da keinen Unterschied. Burda Online, Burda Print, Burda my ass.

Frauenzimmer said...

Ok, jetzt Mal halblang.
A.B. ich habe einige Jahre in solchen Redaktionen gearbeitet. Ein Bildredaktor sucht über internationale Bildagenturen nach Material, und wenn er im Netz etwas fidnet, dann hat er das völlig verständlich korrekt anzufragen und zu beschriften. Und zu bezahlen. Punkt. Geäfllt ihm/ihr die Bedingen oder Kosten nicht, dann wird eben darauf verzichtet. ZB bei Beautythemen Bilder von Art und Comemrce - ist was zu teuer, dann gibts das Bild nicht. Logisch, oder?
Es KANN also kein Versehen sein, Marys Bilder zu drucken, denn sie wäre korrekterweise angefragt geworden.
Fehler, die hingegen passieren, sind die Credits. Die gehn vergesser, werden vertauscht etc. Ich hab selbst Mal auf ner Seite Akris mit Chanel vertauscht und ich habe mich sofort entschudligt und wir haben Ihnen andere Credits geschenkt - logisch.
Das hier kann aber keine Verwechlsung sein weil KEINE Bildredaktion HOPPLA pötzlich verschiedenste Bilder runterzieht (illegal, KEIN offizieller Download oder ne Agentur) und die dann ohne Credits druckt.
Hallo?! Das ist einfach nur unprofessionell und meiner Meinung nach ist die Entlassung der zuständigen Redaktorin gerechtfertigt. Punkt.

Mary, es wird sicherlich hart und die Anwaltskosten happig, aber ein grosser Konzern versucht dich auszunutzen und das ist nicht fair. Sie arbeiten mit einem Budget und deshalb ists umso dreister, dass sie das geklaut haben und dann nicht mal begleichen wollen.

Halt uns auf dem Laufenden.

Frank said...

Liebe Mary,

erst mal Danke für Deinen Mut und die besten Wünsche für die Hauptverhandlung! Bin durch einen Freischreiber-Hinweis auf Deine Geschichte hier aufmerksam geworden. Mich beschäftigt im Zusammenhang damit und der von Burda losgetretenen Leistungsschutzrechte-Diskussion, die ja auch Eingang in die tagesaktuellen Medien gefunden haben, eigentlich nur eine Frage: Findet sich, bspw. etwa in Gestalt anderer Mitleser aus Reihen der Freischreiber ein Tageszeitungsredakteur, der diese Geschichte in sein Blatt - dass nicht mit Burda verquickt ist - hebt. Journalistische Relevanz für den Leser? Ganz einfach: Wenn ich - Unbelecktheit vom Medienbiz unterstellt - als Leser am Kiosk oder im Abo eine Zeitschrift, Tageszeitung oder ein anderes Medium beziehe, gehe ich natürlich davon aus, mich durch den gezahlten Preis auch legitim am Genuss des Inhalts freuen zu dürfen. In (sicher nicht nur) Marys traurigem Fall ist das insofern ganz klar nicht nur ein Beschiss an der Fotografin, sondern auch eine eklatante Täuschung des Lesers durch das Blatt - man könnte da sogar von impliziter Verbrauchertäuschung sprechen!

Und da ist es gerade hinsichtlich der zumindest im Feuilleton Platz greifenden Diskussion um die Leistungsschutzrechte, die jemand zum Gesetz zu machen sich gerade commitet, der Anspruch auf die Kanzlerschaft in diesem Land erhebt, doch das Mindeste, die Öffentlichkeit mal über solche Usancen aufzuklären. Denn woher sonst soll denn bitte ein gesellschaftliches Bewusstsein über die Urheberrechtsproblematik kommen? Und wie soll ohne ein solches gesellschaftliches Bewusstsein künftig noch ein professioneller Journalismus möglich sein, der seine Akteure ja nähren muss, wenn kein 'für Umme is nur was für Dumme' darin verankert wird.

Liebe Mary, von Herzen einen langen Atem, Angstfreiheit und alles Gute - und @ all above: Wann lese ich diese Geschichte zumindest mal im Feuilleton der TAZ, fr....??!!??

Gruß Frank

Frank said...

Hi Mary and @ all,

ich nochma: Deinetwegen wurde die Redakteurin gefeuert. Dummes, intellektuell unredliches Arschloch, der Herr Chef. Wenn die gefeuert wurde in Zusammenhang mit Deiner Geschichte, dann entweder, weil sie sich folgenschwerer eklatanter dienstlicher Versäumnisse schuldig gemacht hat - Ihre Verantwortung, nicht Deine!
Oder schlimmer noch: Sie wurde nicht deswegen gefeuert, sondern als Bauernopfer - weil sie einfach das Pech hatte, dass ein Vergehen, zu dem ihre Vorgesetzten bis hinauf zum GF vielleicht zumindest implizit dazu angehalten werden, auf diese Art 'etatbewusst' ihre Seiten zu machen. Sorry, nochmal ganz nachdrücklich: Diese Nummer gehört außerhalb des Internets fett in die tradierten allgemeinen tagesaktuellen Publikumsmedien.

Weil solche Sauereien nämlich so lange von ihren Urhebern als 'Erfolg' umgedeutet werden, so lange sich daraus keine ökonomisch schädlichen Konsequenzen ergeben, die das 'Portokassemaß' eines verlorenen Prozesses wirksam übersteigen.

Grüße vom Frank

aNNa*FrOst said...

mary, mutig und ganz zurecht gehst du mit anwalt gegen diese sache vor.
urheberrechtsverletzung ist das nunmal und das wird eben eingeklagt.
klar hätte man das anders und im stillen kämmerlein regeln können, doch irgendwann reißt der geduldsfaden.
dass die redakteurin gefeuert wurde ist einzig und allein ihr pech. jeder ist für sein handeln selbst verantwortlich. und da sie nunmal an dem ganzen schlamassel schuld ist, ist die kündigung eine logische konsequenz.
und hier geht es nur noch ums prinzip!
dass du dir mitlerweile einen namen in der branche gemacht hast, ist jedem klar, nur manch großes tier glaubt hinter einem blog einen kleinen fisch, der eh keine ahnung hat.

ich wünsche dir viel erfolg. du weißt schon, was du machst.

St.W. said...

Viel Glück! Ich hatte weniger beim „Kampf“ gegen die Titanic. Die haben ein Bild von meiner absolut unbedeutenden Studenten Homepage geklaut, welche ich mal als „Ersti“ im EDV-Kurs online stellte. Die sogenannte Satire gegen mich im Print war schon armselig, die Argumentation der „Star“ Anwältin schoss jedoch den Vogel ab. Übrigens die gleiche, welche auch international dieses Magazin oder für was auch immer sich dieses sinkende Schiff hält, vertritt (Fall Maddy) Habe mich dann nach zwei Jahren auf anraten meiner Anwältin mit einem bescheidenen Vergleich abspeisen lassen. Mein Hauptziel erreichte ich jedoch nicht. Wie zum Henker sind die an das Bild gekommen, wenn die Seite bereits 5 Jahre zuvor schon nicht mehr online war und in meiner Studentenzeit eine Gesamttrefferzahl von um die 400 aufwies???? Beriefen sich frech auf irgendein Journalistischequellenschützen Geschwafel. Recht haben, und Recht bekommen sind eben zweierlei in good old germany LG St.W.

Skeptiker said...

Zunächst mal viel Erfolg bei dem weiteren Verfahren.

Im übrigen bin ich nicht davon überzeugt, dass wegen einem derartigen Versehen tatsächlich eine Redakteurin entlassen wurde. Derartige Behauptungen werden auch gerne mal aufgestellt, um den Gegenüber trotz guter Verhandlungsposition in die Defensive zu drängen und an seiner Vorgehensweise zweifeln zu lassen.

@A.B.: Wenn Sie wirklich ein Entscheider wären, dann würden Sie hier nicht unsachlich werden, dadurch zeichnen sich tatsächliche Entscheider gerade nicht aus. Sie würden eventuell für sich Konsequenzen ziehen, aber damit wäre die Sache erledigt. Niedlich auch, dass Sie dem Irrglauben unterliegen, tatsächliche Entscheider würden mit Mary wegen dieser Auseinandersetzung prinzipiell keine Geschäftsbeziehungen mehr unterhalten wollen. Ein derartiges Verhalten wäre einfach nur unprofessionell und kleinkariert. Auseinandersetzungen gehören zum Leben dazu und wer sich nicht wehrt, wird auch nicht respektiert. Echte Entscheider wissen das. Auf jeden Fall aber die guten.

Anonymous said...

Mary, ich kenn dich zwar nicht persönlich, hab von dem Fall über ein Facebook-Post eines Freundes von mir erfahren & finde was der Verlag dir angetan hatte einfach nur dreist! Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg! Lass dich nicht runterkriegen!

Gerlinde said...

Hallo Mary,

was für ein ärger!und jetzt musst du dich auch noch, wie ich sehe, mit totalen wappler-postings herumschlagen.ich finde das toll, dass du eine cc-licence auf nicht-kommerzielle verwertung hast und wünsche dir bei der verhandlung viel erfolg. der burda verlag hat sie ja wohl nicht mehr alle, wie peinlich ist das denn...

schöne grüsse aus wien noch!

COÛTE QUE COÛTE said...

[at] jerôme
ich konnte mittlerweile wohl beide auch »außergerichtlich« zu ihrem glück zwingen, meinen blog weiterhin nicht zu kopieren. in punkto eins-zu-eins kopierten blogeinträgen bin ich noch dran, aber da hat man ja auch nicht so viele möglichkeiten – zumindest rechtlich.
aber danke für dein mitgefühl, mein lieber! ;)

Mary said...

Jan Söfjer hat für den Freitag einen Artikel über den Fall geschrieben, darin heißt es "Selbst der Konzernsprecher kann nachvollziehen, dass Scherpe Klage eingereicht hat." http://bit.ly/DsUTi

Anonymous said...

kenne dich nicht persönlich, gucke nur manchmal deinen blog an. ab heute tu ich es öfter. sehr sympatisch, die dame :)
richtig so und grüße von der unbekannten suse

John Dean said...

Schön, dass du dich wehrst. Schön, dass der Verlag (Burda) einmal Nahkontakt mit der Rechtsordnung bekommt. In diesem Fall ist das auch aus pädagogischen Gründen wichtig, finde ich.

Und die Verlagsoberen bei Burda belatschern dreist die Politik wegen ihrer hochspeziellen Verlagsinteressen und einem verbesserten Leistungsschutzrecht.

Aber Blogger mit ihren Leistungen beklauen - und beim Erwischt-werden dann auch noch kackefrech werden: Damit haben sie anscheinend wenig Probleme.

Mir klingt es schon jetzt in den Ohren, wie Herr Burda demnächst sagen wird, "..." - ach, lassen wir das. Hauptsache, Recht geschieht.

Meli said...

Das ist wirklich der Burner. Sowas deistes hab ich ja noch nie gehört. Und ich finds gut das dus veröffentlichst.
Das muss sein!
Weiter so & ich drück dir ganz feste die Daumen.
lg
Meli

Sal said...

Zitat Hubert Burda:

"Wir debattieren daher in zunehmendem Maße darüber, ob wir es weiter akzeptieren können, wenn andere kommerzielle Anbieter aus unseren Angeboten und damit von unserem originären journalistischen Handwerk einen größeren wirtschaftlichen Nutzen ziehen, als wir selbst es tun."

"Doch wer die Leistung anderer kommerziell nutzt, muss dafür bezahlen. [...] Sonst sehen wir der schleichenden Enteignung der Inhalte-Produzenten tatenlos zu."

Quelle: http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html

musikdieb said...

Ich drück die Daumen für den Prozess. Da werden sicher einige gespannt sein. Habe in meinem Blog berichtet. Super, dass du das durchziehst!

Elisabeth Spikol said...

@St.W.
Die Titanic ist ein harter Gegner. In meinem Fall (geklautes Profilfoto, siehe Link) http://www.myheimat.de/beitrag/82586/ komme ich so recht auch nicht weiter.

L to the Aura said...

unglaubliche freaks!! sowas geht garnicht.
mary, mach sie platt!!

Lost In Fashion said...

Ich will gar nicht wissen, wer sich sonst noch an unseren Fotos, Beiträgen und Ideen bedient! Kontrollieren kann man es nicht und entdeckt es wenn überhaupt nur per Zufall.
Das ist ein sehr wichtiges Thema, welches in Zukunft noch eine große Rolle spielen wird. Und ich bin gespannt wie sich das entwickelt.
Drücke dir jedenfalls fest die Daumen, dass dir Recht zugesprochen wird.
Grüße, Vio

Anonymous said...

Was für eine Dopperlmoral! Gleich vorweg: niemand sollte ohne vorherige Erlaubnis das geistige Eigentum, (bilder, Texte) Andererer veröffentlichen, das gilt natürlich auch für Burda!

Jedoch bin ich erstaunt über die Empörung in diesem Fall und die Kommentare der Entrüstung einezelner Blogger. Denn fast alle von Euch verletzen selbst permanent irgendwelche Urheber- bzw. Bildrechte. Da wird dann schon mal die halbe VOGUE im eigenen Blog veröffentlicht (COUTE QUE COUTE) in dem naiven Glauben, das eine credit-Angabe vor juristischen Konsequenzen schützt.

Die drei Möchtergern Anna Wintours von Les Mads, können sich die ignorante Haltung gegenüber geistigem und schöpferischen Eigentum mit dem Burdakonzern im Rücken vielleicht erlauben, alle anderen Blogger sollten selbst in Zukunft besser aufpassen, was sie da ins Netz stellen, bevor sie hier wieder pseudo-zusprechende Kommentare posten.

Mädchen wacht auf, Journalismus ist ein knallhartes Geschäft, begreift das endlich oder überlasst das Bloggen den Profis wie pudri, lealoves, styleclicker,
hype-magazine, modepilot, modabot!

Nun Mary, ich finde es auch kritisch das Thema hier zu veröffentlichen, da Du damit der Gegenseite deine Argeumente im Vorfeld auf dem silbernen Tablett servierst aber nun dennoch: viel Glück - du bist im Recht!

eulen said...

hm, was gibts noch zu sagen ... tough, dass du das durchziehst. bonne chance!!! respekt.
kenne das geschäft mit den bildern nur von der prä-blog-werbeagenturseite und da galt, so banal es tönt: erst bedingungen verhandeln - die richtpreise sind ja oft verhandelbar - dann nutzen.
und fies, dass sie nur einen teil bezahlen. getty und co sind auf jedenfall knallhart. wirkt schon so ein bisschen "versuchen wirs einfach mal".
nur recht, dass du dich wehrst!

Leila said...

Anonym: Warum sollten sie sich das erlauben können? Ich finde das die reinste Frechheit, was auf dieser Seite für Posts auftauchen, die in abgewandelter Form schon anderorts zu lesen waren!

Kunzilla said...

Eine wahrlich unglaubliche Story. Aber auch ich als Designer kenne dieses Problem nur zu gut. Mein Anwalt mahnt solche "Diebe" ab und meist gibt es ein positives Ende, für mich.

Aber auch die Argumentation, dass dadurch einige ihren Job verloren haben, ist einfach lächerlich. Wer Mist baut, muss dafür bluten, so einfach ist das nunmal!

Pusche said...

"wie man das denn mitbekommen hätte" - ich schmeiss mich weg :D statt mal bisschen demut zu zeigen! echt unglaublich dreist, die burda-bande

Anonymous said...

ich kenne einen anderen fall da hurda mit young sich ebenfalls in der grauzone bewegt und noch einen anderen fall, da hat burda ein kleines startup welches eine apothekenzeitrschrift mit dem namen b-young herausgebracht hat, mit ihrer manschaft an anwälten so fertig gemacht, dass die ihr blatt einstellen musste und auf einem haufen prozesskosten sitzen geblieben ist.. burda ist meiner meinung nach mittlerweile total unseriös..
sieht man ja schon an der google diskussion.. die klagen und prangern google an, dabei sind sie die grössten profiteuer von google.. ich meide den laden wo es nur geht und werde bestimmt keine einzige zeitschrift bei denen kaufen bzw. online seiten besuchen..

Florian said...

Viel Erfolg Dir! Absolute Sauerei was Burda hier ablegt! Nicht einschüchtern lassen. Rein rechtlich sollte es keine Probleme geben!

Anonymous said...

100 % aufschlag für nicht-nennung sind ok. in meinen AGB steht aber darüber hinaus folgender passus:

"Anzeigepflicht

Alle Nutzungen, Auflagen und Ausgaben sind im Voraus anzuzeigen. Verletzt der Nutzer seine Anzeigepflicht oder andere Bestimmungen des UrhG, so hat er für jeden Fall der Zuwiderhandlung eine Entschädigung mindestens in doppelter Höhe des üblichen Publik­a­tions­honorares zu leisten. Weitergehende Ansprüche bleiben unberührt."

und das habe ich auch schon in rechnung gestellt - und erhalten. schließlich wird bei diebstahl ganz üblicherweise nicht nur der wert berechnet, sondern auch bestraft. jeder richter sieht das genauso. beim nächsten mal, mary, + 200 % ;-)

caruba said...

Viel Erfolg! Musste an dich denken, als heute eines meiner Bilder in grosser Auflösung in einer chip.de (Burda) Klickstrecke aufgetaucht ist. Ohne Nennung, ohne Erlaubnis. Frustrierend.

http://www.chip.de/bildergalerie/Die-besten-High-Definition-Range-Wallpaper-Galerie_38112300.html?show=35

randOM said...

Krasse Story. Viel Glück! Die Großen denken immer, dass sie einfach so davonkommen...

caspar said...

Solange sich die Leute noch wehren gegen derartige Vorgehensweisen der "Großen" bin ich noch ganz optimistisch. Als Illustrator kann ich ähnliche Stories erzählen, einbehaltene Skizzen und das ewige Hinterherrennen der unbezahlten Rechnungen...

Alles Gute für dich, bloß nicht klein bei geben!

caspar

kathrynsky said...

ersteinmal liebe mary:
DANKE! danke für den post!

dann mein lieblingskommentar (IRONISCH gemeint) in all diesen hier:
"das ein Verlag wie Burda der trotz der Krise vielen, vielen Redakteuren und Fotografen Arbeit verschafft und monatlich hunderte von Zeitschriften herausbringt.."
ist ja nett das burda allen durch diese schwere krise hilft, doch wer verdient am meisten daran?

und zum schluß:
auch wenn die welt nicht immer gerecht dreht und mahlt
(und es gibt so unendlich viele beispiele dafür,
wo die "nicht so großen" nicht vorwärts kamen und kommen,
weil jemand mehr kontakte, mehr geld, mehr macht hatte, mehr abhängigkeit geschaffen hat),
du kannst dir noch ehrlich in die augen schauen,
dass zählt meiner meinung nach mehr
als ein hoch dotierter job
UND zeigt deine persönlichkeit!

Berlinessa_in_New_York said...

Liebe Mary. Ich bin erst durch Kathrynsky auf diese bodenlose Frechheit aufmerksam geworden und wünsche dir, dass bei der Urteilsverkündung wirklich Recht gesprochen wird und nicht der bessere (teurere) Anwalt mit rethorischen Kniffen gewinnt. -- Was diese ganzen tollen Kommentare zeigen, ist dass wir alle auf deiner Seite sind. Darauf kannst du dich verlassen. Ganz liebste Grüsse und ich finde es ganz toll, dass du für dich selbst einstehst!!!

Anonymous said...

herrlich,

selten so gelacht, so traurig das ganze ist. aber ich würde mich nicht so aufregen,
sondern die verlage, die so arbeiten einfach nicht mehr beliefern.

das ist doch alles nur der abgesang auf eine sterbende branche und manche
redaktionen rudern heftig dem untergang entgegen und merken es nicht mal.

solche redaktionen haben doch nichts mit journalismus zu tun, die generieren einfach
nur austauschbare inhalte und wundern sich, dass sie morgen selbst ausgetauscht
werden.

und dann kommen noch sog."entscheider" hinzu die einfach nur die hose voll
haben, weil sie ihren chefs keine steigerungen mehr liefern können, sondern nur
noch das elend verwalten dürfen. als "entscheider" in einem blog drohen. wie geil ist
das denn ??

schaut euch einfach mal die auflagen und anzeigen statistiken der verlage auf pz-online.de
an und es wird klar, um was es geht...........

Katrin said...

liebe mary, richtig so! ich drücke dir alle daumen für den prozess und hoffe, das wirklich RECHT gesprochen wird. unfassbar...

und danke, dass du zu den menschen gehörst, die nicht klein beigeben, sondern sich ihres rechts bewusst sind und das auch durchzusetzen versuchen. viel zu viele leute geben in solchen fällen klein bei. dann kann sich nie etwas ändern!

in dem sinne: ich drücke die daumen und bin weiter zuversichtlich. was kommentare wie die von a.b. angeht: das ist mehr als lächerlich!!!! darauf auch nur zu reagieren ist schon zeitverschwendung.

birds not bitches said...

Ja genau sowas darf man sich nicht gefallen lassen und sich auch nicht unter Druck setzten lassen, es sind DEINE Bilder basta und ein Verlag wirds sich das ja wohl noch leisten können! Äußerst unprofessionell dir ein shclechtes Gewissen machen zu wollen nur weil der Verlag inkompetente Kräfte einstellt.

ßadaßing said...

@ A.B.

Von Ihnen als "Entscheider" hätte ich aber schon eine bessere Zeichensetzung erwartet, wenn nicht schon Rückgrat, Mut, Gradlinigkeit oder sonst so einen "Zauber"....

Anonymous said...
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Anonymous said...

und was ist draus geworden?

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