Friday, July 24, 2009

crumpled paper special edition



Ich mag es, wenn Designer mir ihre Lookbooks schicken. Wenn's geht ohne schwurbeligen PR Text. Leider machen das noch so wenige... Warum eigentlich? Wenn es mehr machen würden, dann hätte ich zum Beispiel Miriam Lehles neue Arbeit schon viel früher gesehen. Und hier meine Zuneigung bekundet. Einmal, weil das Lookbook toll geworden ist und zum anderen, weil es da offensichtlich eine Menge Weiterentwicklung zu sehen gibt - als Ausgangspunkt ist zwar immer noch die letzte Kollektion zu erkennen, aber weit tragbarer wird es. Und da Prints, digital oder nicht, grad eh mein Hauptinteresse sind, gefällt mir das natürlich noch besser. Ich kann's hier natürlich nicht so richtig erkennen, dazu sind die Bilder zu klein... Letztens hielt ich im übrigen eines der Peter Pilotto Print Kleider in der Hand und bewunderte den Print, den Schnitt, den Stoff, die Verarbeitung und das Preisschild: knapp 1000 Euro. Und damit aus meinem Rennen.







Fotos: Miriam Lehle

Küss die Hand, gnä' Frau

buchteln

Gut, ich habe mich entschieden, das hier wird doch ein Food Blog. Dann könnte auch endlich das "contrary" aus dem Namen raus. Dann wäre hier mal wieder eine Linie drin und ich würde nicht nur von Thema zu Thema mäandern.
So weit ist's aber noch nicht. Diese Buchteln habe ich heute morgen 10:00 bei Hawelka genossen, da hatte es schon 29 Grad. Über den Tag kam's dann noch auf 35, weshalb ich mich im Café verkroch, anstatt durch die brennenden Gassen zu streifen, wie es meine Aufgabe gewesen wäre. Jetzt streift zum Glück ein kühler und nasser Wind meine Beine und garantiert, dass ich den in der gestrigen und heutigen Hitze verlorenen Schlaf aufholen kann. Im übrigen sprach ich unlängst mit Gerlinde über die Wiener Meute, zumindest war das der Plan, heraus kam dann ein zwischen diesem und jenem mäanderndes Interview.
Ich würde mal sagen, der Name bleibt.

Thursday, July 23, 2009

palais de glace

topfen coupe

Nee, das soll hier eigentlich kein Foodblog werden, aber wenn man mal in den 10. Wiener Bezirk mit dem super Namen "Favoriten" fährt, weil's ja sonst heißt, man klebe zu sehr auf der Stelle und würde sich ja nicht mal bemühen, das richtige Wien zu erkunden, dann stellt man fest, dass der einzige Grund, nach Favoriten zu fahren, der Tichy Palais de Glace am Reumannplatz sein kann. Dort gibt's zwischen rosa Plüsch, Kristallleuchtern und alten Damen diesen Topfen Coupe. Hier nur die Kinderversion für Leute mit zu wenig Lactase im Körper und von daher leider ohne Rumrosinen.

Anzahl verzehrter Mohnbeugel: 4.

Wednesday, July 22, 2009

Sonntags Workshop

Players at Bryant Park

Ich wurde vom Vienna Fashion Observatory gebeten, einen Vortrag zu halten. Da aber frontal so wenig zu sagen ist, habe ich mich entschieden aus dem Vortrag einen Workshop zu machen - am kommenden Sonntag von 16:00 - 18:00 wird es also mit meiner Hilfe um die Frage gehen, wie man ein gutes (Streetstyle) Foto macht. Alle, die sich dafür interessieren können sich ab jetzt unter info@theviennafashionobservatory.com anmelden.

Die maximal 10 Teilnehmer treffen sich dann am kommenden Sonntag um 16:00 im Wiener Freiraum (Museumsquartier), mit eigener Kamera (versteht sich).

Tuesday, July 21, 2009

That could be an understatement

prinzipienbrechung



Meine Antikaufstimmung könnte ziemlich leicht von diesem Stück Stoff zerstört werden - Bless No. 27, für 60 Euro bei Das Neue Schwarz. Wenn nicht einer von euch schneller ist...

Foto: Das neue Schwarz

Monday, July 20, 2009

wiänna

zitronensoda

Alexander Hunter-Heslop hat mal gesagt, in Wien ginge man essen oder trinken, viel mehr könne man hier nicht anfangen. So tue ich, wie mir gesagt und trinke Zitronensoda zu Beinschinken mit Kren.

beinschinken mit kren

Anzahl verzehrter Mohnbeugel: 3.
Anzahl abgewehrter Deppen: 5.

Thursday, July 16, 2009

Hundstage

mohnbeugel

Ich bin vor kurzem nach Wien gereist um einen neuen Wienrekord im Mohnbeugelverdrücken aufzustellen. Denn was für die einen aussieht wie gepresste Fruchtfliegen in Socke, ist für mich einer der Gründe Wien zu lieben - leider ist es im Moment zu heiß dafür. Täglich kratzt die windige Wiener Luft an der dreißig Grad Marke und bringt damit mich um den Verstand und die anderen um eine komplexe Garderobe. Denn wer kleidet sich schon gern vielschichtig, wenn zwischen den Schichten der Schweiß tropft. Kreativität über das Spaghettiträgerkleidchen hinaus fordert allerdings meine hiesige Aufgabe: Zwei Wochen lang bin ich für die Ausstellung und den Blog The Vienna Fashion Observatory unterwegs.

Friday, July 10, 2009

warum man noch magazine kauft



Jefferson Hack, der mit seiner Dazed Group eh online super aufgestellt ist, liefert mit der August Ausgabe der Dazed&Confused einen visuellen Beweis dafür, warum es Magazine weiterhin geben wird, egal wieviel Bedeutung Online Veröffentlichungen noch erreichen. Das Editorial kann man nämlich voll nur mit 3D Brille auf der Nase, die freundlicherweise mitgeliefert wird, genießen.

Thursday, July 9, 2009

wahrheit / hoffnung / glaube



Fotografien sind keine Dokumente der Realität. Aber sie sollen oder wollen es sein. Und weil wir Fotografien immer noch so sehr glauben (wollen) und sie brauchen, versuchen wir uns in Regeln, welche sie dann doch Dokumenten ähnlich(er) machen sollen. Die NY Times macht das so:

Images in our pages, in the paper or on the Web, that purport to depict reality must be genuine in every way. No people or objects may be added, rearranged, reversed, distorted or removed from a scene (except for the recognized practice of cropping to omit extraneous outer portions). Adjustments of color or gray scale should be limited to those minimally necessary for clear and accurate reproduction, analogous to the "burning" and "dodging" that formerly took place in darkroom processing of images. Pictures of news situations must not be posed.

Schön gesagt, aber wenig funktional. Denn gerade (wieder) wurde bewiesen, dass selbst schöne Regeln und erhöhte Aufmerksamkeit nicht vor Fehlern schützen. Edgar Martins Fotostrecke verlassener Häuser, angeblich entsprechend den NY Times Regularien entstanden, sind digital manipuliert. Und das auch noch ziemlich amateurhaft. Und das wurde nicht von den geübten Redakteuren erkannt - sondern von Lesern, weshalb sich die Times entschuldigt und die Bilder online entfernt hat. Und wieder: es gibt keine Wahrheit, nur Glauben.

Via: Conscientious, APhotoEditor
Foto: Edgar Martins

Wednesday, July 8, 2009

Kaviar Gauche Backstage

Kaviar Gauche Backstage

Es ist eine Entscheidung, was man Backstage fotografiert, denn so klein der Platz, so vielfältig doch die Inszenierung. Und so interessieren mich seltener grinsende Models, als fummelnde Hände und betüdelte Mädchen. Die ganze Strecke gibt es hier.

Kaviar Gauche Backstage

Kaviar Gauche Backstage

Kaviar Gauche Backstage

Einheits.Kultur



Als Blogger wird man ja gerne mal gefragt, wie das jetzt eben sei, mit der Zukunft der Modemagazine und ob man diese jetzt abschaffen wolle. (Kürzlich ging die Frage an Julia von LesMads) Und natürlich ist dem nicht so. Diese Frage stellt sich mir gar nicht und kommt meist nur aus dem Mund verunsicherter Journalisten, die ihre Felle virtuell wegschwimmen sehen.
Für mich gilt: die neuen online Angebote verändern die Magazinlandschaft, denn sie machen sie in erster Linie sehr viel besser. Wenn den Magazinen die Last der Informationsweitergabe genommen wird, haben, oder besser: hätten sie mehr Zeit für tiefsinnigeren und kreativeren Inhalt. “It’s got to be more about experiencing the fashion; a stylistic point of view. It’s less and less about information” sagt Jefferson Hack, der Gründer der Dazed Group dazu in einem von BoF veröffentlichten Special zur Zukunft der Magazine.
Das gilt natürlich auch Online - wie wir ja auch am Samstag immer wieder betonten - denn es kann für die meisten (Teilzeit)Blogger auch hier weniger um die Schnelligkeit gehen, als vielmehr um den Standpunkt, die eigene Meinung und die Darstellung der eigenen Erfahrung. Kurz also: die Abgrenzung vom Einheitsbrei. Da sind wir in Deutschland noch auf einem längeren Weg, Fashionblogs sind oft zu brav und zu vorhersehbar.
Eines der wunderbaren Beispiele, was mit Magazinen (immer noch) möglich ist, kommt aus den Händen des Berliners Kai von Rabenau: Mono.Kultur nimmt es sich heraus ein Heft einer Person zu widmen. Die aktuelle Ausgabe stellt in einem 24seitigen Interview Dries van Noten auf schlichtem Papier durchsetzt von Hochglanz Fotos seiner aktuellen Kollektion vor. Soviel tiefer kann man gehen, wenn man soviel Platz hat, soviel mehr kann man fragen und erfahren, wenn das Interview nicht auf 5000 Zeichen beschränkt wird. Und genau solche Magazine wird es immer geben.

Mono.Kultur #20: Dries Van Noten. A World in Season. Spring 2009. D 4€, EU 5€, WW 6€

Tuesday, July 7, 2009

kappa wa youkai desu



Das ist ein Kappa, in diesem Fall illustriert von Hokusai. Ein Kappa ist ein japanisches Fabelwesen, das in Sümpfen und Seen lebt, am liebsten Gurke isst und auf dem Kopf ein Loch hat in dem es Wasser aufbewahrt, das ihm seine magischen Kräfte gibt. Kappas ertränken gern Menschen und saugen ihnen Blut und Eingeweide durch den Anus aus. Aber es gibt einen Trick - Kappas sind zu höflich. Begegnet man ihnen also, verbeugt man sich vor ihnen. Denn wenn sie das erwidern, verschütten sie ihr Zauberwasser und müssen wieder ins Wasser zurück. Bitte merken.

Illustration: Hokusai

ich fress dich auf mit haut und haar weil ich ein haifischbaby bin



Ja, das reicht.

weil es die technik und die wissenschaft und elektronenhirne gibt.



Deutscher Schlagerwettbewerb 1968, Berlin

Monday, July 6, 2009

Aus der Umkleide in die Front Row

Blogger Meet Up at Yam Yam

Ein Fazit war recht schnell klar, als sich die ersten aus dem Yam Yam schlichen um zu Scherer&Gonzales zu düsen - zu kurz war es. Sonst gab es gemischtes Feedback, während es die einen zu Marketinglastig und unnötig professionell fanden, begrüßten die anderen die von uns versuchte Struktur der "Jahresversammlung". Gesprochen wurde über alles mögliche, von leider zu wenigen im Raum und auch selten wirklich tiefgehend. Was eben am Zeitdruck lag. Dennoch, es muss ja nicht das letzte Mal gewesen sein. Julia, Jessie und ich haben uns auf jeden Fall sehr über das große Interesse gefreut und hoffen, dass zumindest allen Sumis leckere Gimbab Rollen und ihr formidabler Eistee geschmeckt haben.

Eine fast vollständige Liste der Teilnehmer gibt es hier. Diese Bilder sind von Dario.

Blogger Meet Up at Yam Yam

Blogger Meet Up at Yam Yam

Blogger Meet Up at Yam Yam

Penkov Sommer 2010 Nachschlag

Penkov Summer 2010

Penkov Summer 2010

Penkov Summer 2010

Penkov Summer 2010

Penkov Summer 2010

Penkov Summer 2010

Penkov Summer 2010

Da einige die Kollektion so mochten, habe ich noch meine restlichen Fotos hochgeladen.

Saturday, July 4, 2009

Blogger porträts 4

Lea

Macht sich gut vorm Berliner Lavendel, flieht aber morgen sehr früh schon wieder ins geordnete München: Lea.

Friday, July 3, 2009

Vladimir Karaleev



Der einzige, der in den Genuß meiner vollen Berichterstattung kommt: Vladimir Karaleev zeigte gestern in der Coma Gallery. Bild klicken zum Vollbild.

Thursday, July 2, 2009

blogger porträts 3

Norman + Isa

Die The Junction Schreiber Isa und Norman kleiden sich angemessen als Paar. Immer.

backstage at udk diploma show

backstage at UDK Diploma Show

backstage at UDK Diploma Show

backstage at UDK Diploma Show

backstage at UDK Diploma Show

backstage at UDK Diploma Show

backstage at UDK Diploma Show

is the rhomboid ragpicker homeless?

Patrick Mohr Sommer 2010

Patrick Mohr Sommer 2010

Patrick Mohr Sommer 2010

Patrick Mohr zeigte gestern zum ersten Mal eine Kollektion im Zelt am Bebelplatz an Models und Menschen aus dem Obdachlosenprojekt "Straßenfeger" - ich habe nach der Show Grit Thönissen (Tagesspiegel), Harald Martenstein (Die Zeit), Mario Lombardo und Mari Lippok (De:Bug) gefragt, wie sie die Show fanden:

butterflysoulfire - underneath from above



Da ich gestern zur Premierenzeit zwischen nackten Models im Backstagebereich der UDK Show rumhängen musste, konnte ich leider nicht bei der Vorführung von Butterfly Soulfires Video Underneath From Above von Oliver Seeger zur neuen Sommerkollektion 2010 dabei sein, deshalb jetzt hier für euch und für mich.
Sicher demnächst auch bei A Shaded View on Fashion Film zu sehen.

Wednesday, July 1, 2009

der zirkus ist in der stadt

Posh! The Prince

Berlin ist in Aufruhr! Der Modezirkus kommt! Heute geht's los und durch die neuerworbene Arbeitslosigkeit kann ich mich ganz entspannt den schönen Seiten der Modewoche widmen und statt zu Marcel Ostertag jetzt erstmal Tennis spielen gehen. Weil's einfach mehr Spaß macht. Dennoch freue ich mich auf Patrick Mohr, ButterflySoulfire, Ayzit Bostan, Reality Studio, Vladimir Karaleev, Starstyling und Sabrina Dehoff, werde sicher mal auf der BBB schnüffeln gehen, Mahret für ihr Organisationstalent bewundern und vielleicht auch mal die extra angeschafften 10cm Hacken ausführen (heute testet Mahret für mich erstmal vor). Am aufregendsten wird wohl der Samstag, an dem ich mit Julia das Bloggertreffen veranstalte. Am schönsten wohl die Zeit mit Lea und Judith, die beide in Berlin weilen und am anstrengendsten wohl gleich nachher, wenn's zum offiziellen MBFW Empfang mit Julia Stegner geht. Hier werde ich einfach Eindrücke und Bilder zeigen, weniger schreiben, außer wenn ich was zu sagen habe, aber ich halte mich nicht mit Kollektionsbeschreibungen auf. Diese Bilder sind bei der Performance am Opening in der projektgalerie entstanden, deren Besuch ich auch in den nächsten Tagen jedem geneigten Fashionweekler empfehlen kann.

Posh! The Prince