alles an dieser Generation ist erbärmlich

Das ist Oliver Kluck. Er ist Autor, schreibt Theaterstücke, Romane, Kurzgeschichten und Beschwerdebriefe (an diesem Schreibtisch). Ich habe ihn vergangenen Monat in seiner Wohnung in Weißensee besucht um ein Portrait von ihm zu machen. Und gestern Abend sah ich das Stück mit dem er im letzten Jahr beim Theatertreffen den Förderpreis für neue Dramatik erhielt. "Das Prinzip Meese" beschreibt die "Generation Meese" im Dialog zwischen zwei (hervorragenden) Schauspielern, die sich in Matratzen lagern und mit Kissen prügeln. Es gibt 'ne Menge Behauptungen und Gegen-behauptungen darin, Beschwerden und Beanstandungen, immer dabei Zynismus und eine Menge Resignation. Ja, so wie es eben ist, derzeit. Zwischen Langzeitpraktikum, Hartz Vier Romantik und dem Versuch, sich eine kleine Existenz aufzubauen. Zum Glück geht es wenig um die viel gescholtene "Creative Class" zwischen St. Oberholz und Berghain, eher um die Annäherung an das, was so passiert, in Physiotherapiepraxen, Wohngemeinschaften von Kulturwissenschaftsstudenten und auf dem Arbeitsamt. Oft sehr präsent ist Thomas Bernhard, denn der wird von den interessantesten Frauen gelesen und seine Art zu Sprechen ist eh grandios, nicht?
Nachdem unauffällig vor sich hin plätschernden Kammerspiel vorgestern Abend im Haus der Berliner Festspiele war dieses Stück wieder eine Freude!
(Oliver Kluck schreibt derzeit an einem Roman.)


2 Kommentare:
und er trägt balletschlappen!
DAS ist mir auch sofort aufgefallen!
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