Wednesday, May 26, 2010

designer for tomorrow: thomas behrens

Thomas Behrens hat sich bei dem Wettbewerb "Designer for Tomorrow" beworben und steht jetzt mit sieben weiteren im Finale. Ich habe ihn im Auftrag von Peek&Cloppenburg für den DfT Blog interviewt. Das Video (ohne mich, die Fragenstellende, ich konnte an dem Tag wegen einer Grippe kaum sprechen) findet ihr hier.

(Dieser Beitrag wurde gesponsort von Peek&Cloppenburg)

Monday, May 24, 2010

fame, worldwide

Lars Eidinger told me yesterday that he is the next campaign model for Marc Jacobs' mens and womens wear. The campaign was already shot by Juergen Teller in London and Malaga. Teller chose him because of a shooting they had some days before for a portrait in Zeit Magazine (published in two weeks).
Why am I posting this? Because it's a) exciting news (I am curious what will follow) and b) it's the reason (besides rehearsals, a new movie and so on) why he is not (yet) part of this series.

Sunday, May 23, 2010

there she goes...



Und da war das Vorhaben wieder dahin... Ich hatte mir das tägliche Bloggen mal wieder vorgenommen und schon in der zweiten (oder dritten?) Woche fehlen mir die Eingaben für tägliche Beiträge, und oft auch die Zeit. (So doof das klingt) ist es ja auch eine Art Modus, in den man eintauchen muss. Die Augen und Ohren offen halten, ständig nach Themen suchen und die dann zwischendrin ins Blog tippen. Letzte Woche gab ich zum ersten Mal einen Workshop zum Thema Modeblogs, in dem ich die Teilnehmer zwang zu bloggen - insgesamt vier Mal sollten sie in nur wenigen Minuten einen Blogpost schreiben. Am Ende gingen viele in dem Bewußtsein, dass ihnen Bloggen überhaupt keinen Spaß macht. Plan erfüllt.

(Das Bild ist ein Portrait dieser Serie, Katharina Schüttler in ihrem wunderbaren Garten.)

Wednesday, May 19, 2010

in front of the scenes



I am not able to blog these days due to work overload so I am sending you over to Theatertreffen Blog (yes, again) to the series "Vor den Kulissen" by photographer Kim Keibel.

Picture: Claude Nikièma and Nikolas Noll (stage technicians) in the scenery of Marthaler's "Riesenbutzbach. Eine Dauerkolonie".

Sunday, May 16, 2010

gefällt mir nicht



Ich habe gestern einen Link auf Facebook gepostet - ich nannte diese Strecke im Interview Magazine "rassistische Kackscheisse". (Und bin auch immer noch der Meinung.) Das was dabei rauskam, verschlägt mir die Sprache. Hier eine kleine Zusammenfassung der blödesten Kommentare:

Wer die Modewelt so ernst nimmt hat ein Realitätsproblem. / derjenige der überall den rassismus sieht, ist am ende der, der rassistisch ist... / Typische Doppelmoral und aboluter Schwachsinn, der hier fabriziert wird! / seit wann gibts in der mode rassismus? / Kuemmert euch mal lieber um 'rassistische kackscheisse' die auf der Strasse passiert und nicht um Modefotos, bei denen sicher keiner gezwungen wurde mitzumachen / Eure Fotos und Links sprechen mich wesentlich mehr an, als diese pseudo-politische Echauffiertheit... / Bei einer derart paranoiden Einstellung zu Rassismus wird ganz schnell echter Rassismus übersehen. / in der mode gibt es eigentlich keinen rassismus / Rassismus entsteht im Auge des Betrachters / es gibt dinge, die sind weitaus rassistischer. / Ihr "Stil in Berliner" habt ne leicht schwule Einstellung zu Rassismus!!!

Mich macht's traurig, und ich halte an der Hoffnung fest, dass da eine merkwürdige Dynamik entstand, bei der manche dachten, jetzt könnten sie mal richtig auf den Tisch hauen. Das Argument, Menschen die sich mit Mode mehr als zwei Sekunden auseinandersetzen haben eh zuviel Zeit, kennt man ja noch. Die Erweiterung, dass Mode keine politische / gesellschaftliche Relevanz habe, schiebe ich mal auf ein generelles Horizontproblem. Zu behaupten Rassismus läge im Auge des Betrachters und derjenige, der Rassismus entdeckt, sei der eigentliche Rassist schockten mich dann durchaus. Ich frage mich natürlich auch, ist das ein deutsches Problem? Ist es hier schwieriger, Dinge rassistisch (beim Namen) zu nennen? Nun, wie gesagt, ich hoffe, dass es vielleicht doch noch eine Gegenkommentarbewegung entsteht. Ich weiß nämlich nicht mehr, was ich dazu sagen soll...

Nachtrag, da durchaus einige Probleme damit haben, meinem Gedankengang zu folgen, hier noch ein paar Links:

Refinery29: This Daria Werbowy Editorial For Interview Feels Rather Racist
Amy Odell: New Interview Spread Called Racist
Jezebel: More Fetishization Of Black Bodies As Fashion Props (Mildly NSFW)
Sociological Images: WHITES, BLACKS, & APES IN THE GREAT CHAIN OF BEING

Saturday, May 15, 2010

hangar 5, flughafen tempelhof

Bild 395

Ich fror gestern im Hangar vor dem Vierbrockschen Bunker in nicht ganz letzter Reihe, während die Schauspieler unter Marthalers Regie die Krise beschrieben. Und jetzt denke ich, ich muss noch ein, zwei, drei Stücke von ihm aus der dritten Reihe anschauen. Rein akkustisch ist so ein Hangar nämlich gar nicht geeignet.

Friday, May 14, 2010

liberty of the blouse

ugly blouse contest

If only Horst would have asked for "Ugly Ebay Finds" in his contest...

Wednesday, May 12, 2010

alles an dieser Generation ist erbärmlich

oliver kluck

Das ist Oliver Kluck. Er ist Autor, schreibt Theaterstücke, Romane, Kurzgeschichten und Beschwerdebriefe (an diesem Schreibtisch). Ich habe ihn vergangenen Monat in seiner Wohnung in Weißensee besucht um ein Portrait von ihm zu machen. Und gestern Abend sah ich das Stück mit dem er im letzten Jahr beim Theatertreffen den Förderpreis für neue Dramatik erhielt. "Das Prinzip Meese" beschreibt die "Generation Meese" im Dialog zwischen zwei (hervorragenden) Schauspielern, die sich in Matratzen lagern und mit Kissen prügeln. Es gibt 'ne Menge Behauptungen und Gegen-behauptungen darin, Beschwerden und Beanstandungen, immer dabei Zynismus und eine Menge Resignation. Ja, so wie es eben ist, derzeit. Zwischen Langzeitpraktikum, Hartz Vier Romantik und dem Versuch, sich eine kleine Existenz aufzubauen. Zum Glück geht es wenig um die viel gescholtene "Creative Class" zwischen St. Oberholz und Berghain, eher um die Annäherung an das, was so passiert, in Physiotherapiepraxen, Wohngemeinschaften von Kulturwissenschaftsstudenten und auf dem Arbeitsamt. Oft sehr präsent ist Thomas Bernhard, denn der wird von den interessantesten Frauen gelesen und seine Art zu Sprechen ist eh grandios, nicht?
Nachdem unauffällig vor sich hin plätschernden Kammerspiel vorgestern Abend im Haus der Berliner Festspiele war dieses Stück wieder eine Freude!
(Oliver Kluck schreibt derzeit an einem Roman.)

Monday, May 10, 2010

privat:

andreas kriegenburg

Supported by this year's Theatertreffen I made a series of portraits of theater people in their homes. This is the director Andreas Kriegenburg, whose piece "Diebe" has its Theatertreffen premiere tonight, in his home in Prenzlauer Berg. The pictures will be published daily on the Theatertreffen Blog.
I was very honoured that many people agreed on being pictured by me, a person they mostly never met before, in their homes. I consider this a pretty intimate situation and am always trying to be very careful and respectful when entering their private space. It's very interesting to see how people live and how they present themselfs to the camera. Especially with actors I made the experience, that, despite all the vanity, they get pretty insecure when I ask them to just sit and look at me, just being themselfs without playing a certain role. So I am taking my time, while talking about this and that, I am taking photos I won't use anyway, to finally, at the end of the session, ask them to look at me/the camera silently. Mostly this last shot is the one I was aiming for.

Sunday, May 9, 2010

It's gettin' groovy

Nach einem eher lahmen (oder in kritikerkorrektem Deutsch: nüchtern distanzierten) Start mit Johan Simons "Kasimir und Karoline" machte ich mich schon mal auf zwei konservative Wochen Theatertreffen gefasst. Gestern abend dann saß ich in den Sophiensaelen und hatte noch die Ankündigung für das kommende Stück im Kopf - "Life and Times Episode 1: Wort für Wort, ohne Kürzungen oder Korrekturen, wird eine in Telefongesprächen erzählte Biografie zu einem episch angelegten Biografie-Musical, alle Versprecher, Ähs und Stotterer inbegriffen." Dauer: ca. drei Stunden. Das klang anstrengend. War es auch, die ersten Zuschauer verließen bereits nach zwanzig Minuten den Saal, beinah die Hälfte ging in der Pause (die bewußt sehr lange hinaus gezögert wurde).
Allerdings hat es das "Nature Theater of Oklahoma" genau darauf abgesehen, das erste Drittel des Stücks besteht aus Wiederholungen der immergleichen Choreographie und harmonischen Dudelmusik zu dem die wenig komplexe "Geschichte" geschmettert wird. Da heißt es, durchhalten - und sich einzulassen auf die Melodie des Textes, sich über die Eindimensionalität der US-amerikanischen Alltagssprache zu wundern (like, it was like, you know), die Zuschauer zu studieren (ein Fest!) und sich vor allem den eigenen Erinnerungen an die Kindheit hinzugeben. Nun, es ist ja das, was mich am Theater interessiert - die Dehnung der Zeit, die Strapazierung des Zuschauers und der Inszenierung.
Und da dieser Text eigentlich nur dazu dienen soll zu sagen - geht da hin! Schaut es euch an! Es könnte das ungewöhnlichste Stück des Theatertreffens sein und ist mit Sicherheit eine der interessantesten Inszenierungen, die ich in der letzten Zeit gesehen habe! Schließe ich an dieser Stelle - die heutige Vorführung ist bereits ausverkauft, aber für Montag gibt es noch Karten.

Für alle die nicht das Glück haben in Berlin zu sein - das Theatertreffen Blog leistet hervorragende Arbeit in der Dokumentation. Ein Interview mit "The Nature Theater of Oklahoma" gibt es in kurzer Version auf eben diesem, in ungekürzter Version auf dem Blog von Shane Anderson.

Friday, May 7, 2010

Noch ein Fernsehtipp

Beim ziellosen Surfen auf Arte Plus 7 fand ich heute "Im Angesicht des Verbrechens". Eine deutsche Polizeiserie von Dominik Graf mit dem hinreißend berlinernden Max Riemelt in der Hauptrolle. Und diese Serie taugt zum erneuten Fernsehtipp, weil sie zwar natürlich nicht mal annähernd so genial ist wie The Wire, aber diese Überserie doch als ambitionierte Vorlage begreift. Handelt es sich hier zwar um Russen die mit Zigaretten und Prostitution ihr Geld machen, ist die Geschichte jedoch nicht minder komplex und übernimmt die für mich wichtigste Eigenschaft vom amerikanischen Vorbild - keine Figur ist hier nur gut, keine nur böse. Alle haben dunkle Seiten, die ebenso gern ans Licht kommen wie die überraschend guten und fürsorglichen.
Allerdings läuft sie nur mehr bis zum 11. Mai, ich habe also den Großteil bereits verpasst. Ich bin mir aber sicher, die wird noch häufiger im Spätnachtprogramm wiederholt.

Thursday, May 6, 2010

Der Fernsehtipp

Reichlich ungewöhnlich für diesen Blog, allerdings kommt dieser Tipp nur zustande, weil der neue Kommissar Lars Eidinger/Reiter via Facebook verbreitete, dass der Polizeiruf 110 am kommenden Sonntag von Hans Fromm gefilmt wurde. Dem unterstelle ich glattweg mal, dass er Deutschland derzeit am schönsten filmisch portraitiert. Auch wenn weder die Vorschaubilder noch die zusammengefasste Story sonderlich vielversprechend sind (ok, Lars darf wieder nackt auftreten), geht es bei dieser Sonntagabendunterhaltung doch hauptsächlich um ein Portrait der aktuellen deutschen Lage in Bildern. Und die großartigen Bilder aus Yella, Jerichow und Gespenster lassen mich dann doch sehr hoffen. Ich schreibe es mir mal auf.

Wednesday, May 5, 2010

Neue Tips



Das waren noch Zeiten. Als Titelseiten-Layouts noch Zurückhaltung und Reduktion mahnten und die Geschichte des Gartenzwergs ebenso zur Titelseite taugte wie die Großaufnahme einer reizenden Damemit orangenem Lippenstift und markenlosem Collier. Zum Glück hat Julia ein großes Talent für Ebay und ein großes Herz, so dass auch ich in die plötzlich farbige Ausgabe der Film&Frau eintauchen kann.

Tuesday, May 4, 2010

Noch schrubben sie

schrubben

Am Freitag wird das Theatertreffen eröffnet. Ich bin sehr oft dabei, dank einer Kooperation, von der ich später noch erzählen werde. Na mal sehen wieviel Bloggereistoff das bieten wird.

Monday, May 3, 2010

man muss schon hinter seine produkte stehn



"Wir wissen was passiert und können euch das erklären" Magazine gibt es viele, die meisten wissen eben gar nichts oder eh nur das, was alle wissen. Folge habe ich gerade entdeckt, ein Video-Interview Magazin in dem sowohl der Architekt Roger Bundschuh und die Schriftstellerin Judith Herrmann, als auch der Gemüsehändler Jürgen Rietz Platz finden. Der behutsame Zugang zu jedem einzelnen Interview Partner und das ruhige Layout ist beruhigend distanziert und erholsam unaufgeregt. Ich hätte jetzt zwar gern auch gewußt wo der gesprächige Händler Rietz in Berlin zu finden ist, denn sein Geplauder über säurearmes Obst, leichten Rehrücken und die Hilfe der Türken nach der Wende in schönstem Brandenburgisch hinterließ doch eine große Sehnsucht nach genau so einem hier umme Ecke.

Sunday, May 2, 2010

alles wird gut

airen

Das geplagte Herz des Plagiatsopfers heilt am schnellsten mit ein wenig großväterlicher Zuneigung und einem Staccato Text darüber wie's am letzten Freitag im Mauerpark war (nämlich langweilig) in der Sonntagsausgabe der FAZ. Das freut auch den Verlag, der schließlich veröffentlichte gerade das was zum Glück noch in der Nachtischschublade ungelesen bis zum Vorfall vor sich hin schlummerte.

Saturday, May 1, 2010

last night left some questions...

goetz

Last night gallery weekend took off, Mitte is flooded with art people and I wanted to skip the pre-partys, openings, after-partys and whatever to attend the official festivities of my professor's birthday. However, I managed to take a quick look into Andreas Gursky's new exhibition at Sprüth Magers (as did Rainald Goetz), meeting J at the entrance who found it rather dissappointing. Maybe he was so disctracted by the giant shades of blue that he did not notice there was a performance going on - men dressed in black positioned like statues all over the room. Is Gursky trying to develop another means of expression? Were their positions re-forming the pieces of land in the pictures? Was it a work of Gursky at all!? Sadly it was neither described in the press text nor was it a topic at the vodka loaded afterparty under the dome of Postfuhramt. This location is beautiful, but occupied by a club that has been en vogue four years ago and since then faced a downfall into oblivion...

By the way, the most beautiful month of the year just began - happy may!