hello world

With the new sofa my apartment seems much more spacious.
Photo: Trevor Good

Es ist der Zweite von unendlich vielen Tagen, an denen es in Berlin nicht mehr richtig hell werden wird. Während jedoch im Dezember Weihnachtsgebimmel von diesem Elend ablenkt, man sich im Januar bereits irgendwie an die Trübheit gewöhnt und im Februar dann schon ganz vergessen hat, dass es auch mal anders war, hängt im November noch bleiern die Erinnerung an den goldenen Herbst auf der Laune. Abhilfe verspricht die Quitte, die unterschätzte Frucht, die dank Bionade-Biedermeier ein unverhofftes Revival erlebt. Den Weg zu mir fand sie in einer wöchentlichen Abokiste aus dem Märkischen und erinnerte mich mit ihrem alles einnehmenden Duft sofort an den Geruch der Früchte an diesem Baum hinterm Komposthaufen, zwischen Gänsestall und Hühnerauslauf auf dem Hof meiner Familie. Diese Quitten waren riesig und lockten knallgelb, fielen aber jede Saison vom Baum und verrotteten ungegessen. Meinen winzigen Quitten sollte es nicht so ergehen. Quitten kann man nicht roh essen, aber sie lassen sich dennoch recht bequem zubereiten. In einer Alufolienverpackung backen sie bei 200 Grad für circa eine Stunde im Ofen und sehen dann so aus:

Der Geschmack ist fein und eher herb als süß. Quitten eignen sich auch hervorragend als Duftspender, zum Beispiel im Kleiderschrank.
All pictures, except stated otherwise, are made by me and are licensed under a Creative Commons-License